Trauer
© Stefan Rosengarten
Trauer
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Gestern Abend wollte ich mich endlich in diesem Jahr mal wieder den Dachsen widmen. Der Abend endete leider sehr skurril. Vor zwei Jahren traf ich in diesem Revier auf einen der Jagdpächter. Im vorderen Teil waren Füchse, ich freute mich sehr. Die Freude werte nur kurz, denn bevor ich widerwillig die "Erlaubnis" bekam die Dachse zu fotografieren, wollte er erst alle Füchse am Bau schießen, was er dann auch tat. Nun ja, 2 Jahre konnte ich dort nun Dachse fotografieren. Ich hatte aber immer ein etwas komisches Gefühl im Bauch. Als ich dieses Jahr am Bau ankam, merkte ich schon, dass es wohl in diesem Jahr nicht ganz so gut bestellt ist. Die Antwort darauf sollte noch folgen. Erst einmal hängte ich Wildkameras auf, um zu sehen, ob dort überhaupt noch wirklich was los ist. Danach bezog ich einen Platz, der noch am vielversprechendsten aussah. Gegen 21 Uhr, als das Licht toll war und es so langsam spannend wurde, sah ich zwei Personen im Wald umher laufen. Sie nährten sich immer mehr. Es war die Polizei!
Der Jäger hatte sie gerufen, weil er einen Wilderer vermutete. Im letzten Jahr war angeblich dort ein Wilderer unterwegs, der dort mehrere Rehe geschossen hätte, diese aber einfach hat liegen lassen. Der kam interessanterweise wohl auch immer mit so einem Fahrrad wie ich und stellte es wohl auch immer genau da ab, wo ich es abstelle. Schön sichtbar, damit man weiß, dass eine Person dort unterwegs ist. Na klar! Er wollte mit seiner Story ganz gezielt mich in Verruf bringen, da bin ich mir sicher. Die Polizei war sehr freundlich und merkte schnell, dass die ganze Geschichte wohl ziemlich überzogen war. Es wurde dennoch alles gründlich durchsucht, ob ich auch wirklich keine Waffe dabei habe.
Anschließend tauschte ich mich dann noch einmal mit dem Jäger aus. Das Gespräch lief bombe! Ich darf dort tagsüber fotografieren, denn die kleinen Dachse kommen ja auch mittags raus. Stimmt, aber nur sehr selten und sporadisch. Angeblich wären auch 6 Jungtiere in dem Bau. Niemals, wenn ich die Anzeichen der Aktivität dort mit denen aus den letzten Jahren vergleiche. Zudem hat er mir ja bestätigt, das er dort aufgeräumt hat. Seine Worte. Es sind einfach viel zu viele Dachse dort. Die fressen die ganzen Kitze und das Niederwild. Da war es wieder, dieses Todschlagargument. Als ich in eine etwas andere Richtung diskutieren wollte, kam direkt die Frage in einem entsprechendem Tonfall, wo ich denn mein Wissen herhätte. In dem Moment war mir direkt wieder klar, ok, lass es. Also bin ich weiter freundlich geblieben und habe gute Miene zu diesem Spiel gemacht. Schließlich hoffe ich ja immer noch darauf, dort wieder schöne Fotos zu machen. Er gibt meinen Kontaktdaten nun dem eigentlichen Jagdpächter weiter. Mal sehen, wie dieser so tickt und ob ich mit ihm weiter komme.
Gut das ich noch einen weiteren Dachsbau im Jagdrevier des Försters habe, in dem ich ohne Probleme fotografieren darf. Leider ist dort die Aktivität nicht so hoch und auch fotografisch liegt dieser Bau deutlich schwieriger, aber ich mag ja Herausforderungen.

Somit gibt es heute leider nur ein Foto aus meinem ersten Dachsjahr vor 2 Jahren.

Gruß
Stefan

Nachtrag: Direkt heute hat sich der wahre Jagdausübungsberächtigte bei mir gemeldet und wir haben uns direkt persönlich getroffen und ausgetauscht. Ja, so kann man man mit einander reden und diskutieren. Das Problem war/ist im Grunde der "Jagdaufseher" der sich etwas anders aufspielt und mir bei unserem ersten Treffen suggerierte der Jagdpächter zu sein. Wie mir der tatsächliche Pächter sagte, hat diese besagte Person wohl überall und mit allen Stress. Wir hatten insgesamt ein sehr sehr gutes Gespräch und ich habe das erste mal mit einem Jäger, abseits von Förstern, mit denen ich bisher immer sehr gut ausgekommen bin, ein Gespräch, wo ich am Ende dachte, wenn jeder dieser Zunft so denken würde, dann gäbe es deutlich weniger Probleme und Konfliktpotential. Was bleibt am Ende? Ich kann und darf dort weiter fotografieren. Ich habe nun endlich auch den richtigen Ansprechpartner und der Jagdaufseher wird auch entsprechend unterrichtet. Sie fanden seine Aussagen übrigens auch nicht gerade toll und wirkten auch nicht so ganz einverstanden.
Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2017-06-26
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 246.1 kB, 1200 x 800 Pixel.
Technik:
Nikon D5, 500 mm
1/200 Sekunden, F/4, ISO 2000
manuell Belichtung, manueller Weißabgleich
Fullframe
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