Fotografenfrust
© Andreas Wronna
| Eingestellt: | 2018-08-21 |
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| Aufgenommen: | 2018-08-21 |
| AW © | |
| Heute wollte ich alles richtig machen, was ich beim letzten Mal, als ich bei den Alpen-Mosaikjungfern war, falsch machte. Ich stand heute um Sechs in der Früh auf. Fuhr die viel zu weite Strecke ins Allgäu. Kraxelte des Steilen Hang hoch. Tja und als ich oben ankam, flogen sie bereits munter umher. Aber ich hatte ja vorgesorgt: Stativ dabei, vorher geübt wie das mit der Wlan Verbindung zwischen Kamera und Handy funktioniert und vor allem "viel Zeit" im Gepäck. Zuerst hatte ich es konventionell versucht. Das heist Sichtung, Anschleichen und schwupps waren sie weg, bevor ich dicht genug dran war. Irgendwann viel mir Plan B wider ein. Da ist dieser Weidepfosten, auf dem sie hin und wieder landen. Ich stellte das Stativ mit der Kamera auf, setzte mich gemütlich an eine schöne schattige Stelle und stellte die Funkverbindung her. Klappte wunderbar. Nur leider wollten sie sich nicht auf den Pfahl setzen. Nach einer Stunde Wartens baute ich enttäuscht den neumodischen Kram wieder ab. Hatte ein wenig Bedenken wegen der Akkukapazität. Als ich das Zeugs wegräumte blickte ich nochmals zum Pfahl. Da blitzten zwei Flügelspitzen hinter hervor. Um den Pfahl kann man nicht unbemerkt herum gehen. Also machte ich fluchend und schimpfend dieses Bild. Danach setzte ich mich wieder selbst hinter die sonnenbeschienene Seite und verharrte dort. Für etwa zwei Stunden. In meinem Rücken knisterten die Großlibellenflügel in einer Tour. Ein Sound der an Hochspannungsleitungen im Nebel erinnert. Ich wagte jedoch nicht den Kopf zu drehen. ich wollte nicht die einzige Chance vergeigen. In dem Moment ahnte ich, wie sich ein Ordner bei einem hochklassigen Fussballspiel fühlen muss, der mit dem Rücken zum Spielfeld steht, um die Fans im Auge zu behalten. Irgendwann tat mir dann eine Libelle den Gefallen und setzte sich. Leider die "falsche". Es war nur eine Torf-Mosaikjungfer. Dort oben kommen im wesentlichen nur Alpen und Torf-Mosaikjungfern vor. Pech gehabt. Das Flügelpaar auf dem Bild stammt leider auch "nur" von einer "Juncea". Ja, es kann halt nicht immer gleich alles Gelingen! Viele Grüße: Andreas |
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| Technik: | Aus der Hand - EOS80D - Makroobjektiv Sigma 150mm - ISO 400 - f=8,0 - 1/640 Sek |
| Größe | 666.5 kB 667 x 1000 Pixel. |
| Ansichten: | 49 durch Benutzer157 durch Gäste |
| Schlagwörter: | torf mosaikjungfer |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: Fotografenfrust
2018-08-22
Hans Ilmberger
Hallo Andreas,
da habe ich es mit dem Fotografieren von Landschaften schon einfacher - die können nicht weglaufen/fliegen
Man muss nur auf gutes Licht hoffen, aber das lässt sich dank moderner Wettervorhersagen schon in etwa planen.
da habe ich es mit dem Fotografieren von Landschaften schon einfacher - die können nicht weglaufen/fliegen
Deine beiden Flügel die hinter dem Pfosten hervorlugen gefallen mir auf alle Fälle recht gut und dafür hat sich die Zeit draußen in der Natur doch allemal gelohnt.
LG Hans
Re: Fotografenfrust
2018-08-21
Benutzer 1166683
Hallo Andreas, hübsche Geschichte zu den Flügeln, die übrigens trotzdem fein (im doppelten Sinne) aussehen..
ich selbst habe mir angewöhnt, nichts mehr zu planen, mich höchstens in einem gewissen Wahrscheinlichkeitsrahmen zu bewegen und dankbar alles anzunehmen, was kommt - oder nicht kommt, dann kann ich es immerhin noch in der Rubrik" "Erfahrung" abspeichern..
ich denke, die Natur ist uns mit ihren Gesetzen immer ein Stück voraus..
Herzliche Grüße
Luise
ich selbst habe mir angewöhnt, nichts mehr zu planen, mich höchstens in einem gewissen Wahrscheinlichkeitsrahmen zu bewegen und dankbar alles anzunehmen, was kommt - oder nicht kommt, dann kann ich es immerhin noch in der Rubrik" "Erfahrung" abspeichern..
ich denke, die Natur ist uns mit ihren Gesetzen immer ein Stück voraus..
Herzliche Grüße
Luise