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Das Dachsjahr ist vorbei
© Günther Hammer
Das Dachsjahr ist vorbei
* ** *** **** Vollbild
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https://naturfotografen-forum.de/data/o/269/1346081/thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/269/1346081/image.jpg
Die Dachse haben sich zur Ruhe begeben. Ich war in diesem Jahr oft bei den Dachsen und werde bestimmt noch einige Zeit "dran hängen". Leider hatte ich nie das Glück, dass sie mal bei guten Licht vor die Türe kamen, daher auch die schlechte Qualität des Bildes. Aber es machte ungeheurlichen Spaß ihrem Treiben zuzusehen. Ich freu mich auf nächstes Jahr und hoffe auf bessere Bilder, vielleicht auch mal mit Stativ und nicht ständig Freihand. Im Frühjahr, bevor die Blätter sprießen, ist es dort bestimmt nicht so dunkel.Ich wollte euch aber, obwohl ich von meinen Bildern nicht ganz so überzeugt bin, unbedingt von meinem schönsten Dachserlebnis erzählen:
An einem Abend saß nicht unter dem Tarnnetz, sondern unter einer Glocke von Moskitos und versuchte mich erfolglos gegen die Stiche zu wehren. Als sich ein schon ausgewachsener Dachs aus der spielenden Gruppe löste und sich von einem Baum zu anderen zielstrebig, aber doch den Eindruck erweckend, kein Interesse an mir zu haben, auf mich zubewegte. In der Zwischenzeit konnte ich etwas ruhiger sitzen, da sich die Moskitos aufgrund des Temperaturrückgangs etwas beruhigt hatten. Die letzten 5-6 Meter zeigte der Dachs kein Interesse mehr an den Bäumen, die er nur scheinbar und zur "Tarnung" umstreift hatte, sondern lief schnurstracks auf mich zu. Einen Meter vor mir hielt er an. Ich hätte ihn streicheln können, war aber so überrascht, dass ich nur wie versteinert da saß und wir uns anschauten. An Fotos war aufgrund der Dunkelheit nicht mehr zu denken, aber das Zwielicht reichte aus, um tief in seine neugierigen Augen zu schauen. Total "von den Socken" blieb ich ruhig sitzen. Hoffentlich hat mir sonst niemand zugesehen oder zugehört, denn ich begann mit ihm zu reden: "ich bin der Günther, wie heißt denn du ? Du bist ein stattlicher Kerl und möchtest wohl mit mir spielen". Den weiteren Gesprächs- bzw. Monologinhalt erspare ich mir, bevor es noch peinlicher wird. Der Dachs (ich nenne ich Fridolin) neigte den Kopf zuerst eine Weile nach rechts, dann nach links. Gefühlt standen wir uns eine halbe Stunde so gegenüber (sicherlich war es höchstens 1 Minute, die wunderschön lang war), bis er sich langsam umdrehte, die vorher ausgelassenen Bäume ganz in meiner Nähe beschnupperte und sich wieder unter Seinesgleichen mischte. Mein Herz klopfte bis zum Hals. Nicht aus Angst, sondern aus Freude, von den Dachsen so freundlich aufgenommen zu worden zu sein. Auch wenn diese wehrhaften Tiere Pranken habe, mit denen ich keine Bekanntschaft machen möchte, zeigt dieses Erlebnis wieder einmal: wenn man den "Wildtieren" nichts Böses will, warten kann, bis sie von sich aus Interesse zeigen und man ihre Fluchtdistanz einhält, muss man keine Angst vor ihnen haben. Sie bedrohen den Menschen nicht, sondern wenn, dann bedroht der Mensch sie und sie wehren sich. Wer würde dies nicht tun ? Wie gerne würde ich wirklich mit ihnen sprechen können.
Weitere Bilder auf meiner HP: siehe dazu meine Profilangaben
Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2016-05-07
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Fotografischer Anspruch: Anfänger ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 661.6 kB, 1309 x 1000 Pixel.
Technik:
Canon EOS 7D, 400mm
1/30 Sek., f/5.6, ISO 1600
Belichtungsautomatik, Korrektur -0.3, Automatischer Weißabgleich, Freihand (auf Knie aufgelegt).
Ansichten: 90 durch Benutzer, 431 durch Gäste
Schlagwörter:
Rubrik
Säugetiere:
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