keine Zukunft
| Eingestellt: | 2015-04-30 |
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| Aufgenommen: | 2015-04-27 |
| RD © | |
| hat wohl die Haubenlerche bei uns. Der von ihr bevorzugte Lebensraum wird vom Menschen als Ödland angesehen und entweder zugebaut oder mit Grünzeug "aufgewertet" |
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| Technik: | Canon EOS 5D Mark III, 700mm 1/800 Sek., f/6.3, ISO 800 |
| Fotografischer Anspruch: | Dokumentarisch ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 566.7 kB 1300 x 867 Pixel. |
| Platzierungen: |
Beste Tophit-Platzierung: 38 Zu den Tophits
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| Ansichten: | 83 durch Benutzer402 durch Gäste |
| Schlagwörter: | haubenlerche galerida cristata |
| Rubrik Vögel: | |
Re: keine Zukunft
auch ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern als man sie bei uns zuhauf sehen konnte,jetzt sind sie Vielerorts verschwunden
Schönes Bild.
Gruß Alex
Re: keine Zukunft
LG jalil
Re: keine Zukunft
Dein Text stimmt nachdenklich und trifft wohl auf viele Bereiche zu, in denen der Mensch die Natur verdrängt.
Dein Bild gefällt mir; besonders farblich ist es auf angenehme Weise ansprechend.
HG Annette
Re: keine Zukunft
dein Bild gefällt mir sehr mit seiner zarten Gestaltung.
Wenn ich deinen Bildtext und die Kommentare hier unten lese,
dann bekommt der Blick deiner Haubenlerche und damit dein Bild natürlich
sofort eine besondere, ganz andere Bedeutung... Traurig!
Viele Grüße
Reinhold
Re: keine Zukunft
ein Bild, dass Bände spricht. Passend dazu dein Text. Eine traurige Entwicklung, die in unserer industriellen und auf Profit, Gier und Gewinn ausgerichteten Gesellschaft immer mehr zum Tragen kommt. Eine Entwicklung die nachdenklich stimmt, wo denn das alles noch hinführen kann und soll. In Brandenburg gibt es noch ein paar große Stallanlagen, wo man sie noch antreffen kann, die Haubenlerchen. Doch auch dort ändern sich die Zeiten. Schwalben sind aus hygienischen Gründen nicht mehr erwünscht und werden vertrieben, das letzte Korn wird weggekehrt, die letzten offenen Ritzen verfugt, der Löwenzahn in den Steinritzen weggebrannt. Was soll dort noch für die "wilden" Tiere bleiben? In dieser Gesellschaft scheint kein Platz für Natur und Tier zu sein ... ich glaube, dass kann man sehr lange fortführen.
und genau das ist es, was dein Bild auszeichnet, es ist sanft und der Blick der Haubenlerche geht ins Leere. Ein Bild das Bände spricht.
mit den besten Grüßen
Falco
Re: keine Zukunft
Eigentlich hatte ich noch ein paar "bessere" Bilder zur Auswahl. Aber gerade dieses hier schien mir zum Lebensraum und zur Situation dieser Art am besten passend. Wenn dies vom Betrachter auch so gesehen wird, hat das Bild seinen Zweck erfüllt.
VG Rainer
Re: keine Zukunft
Schön, dass du nicht nur das Foto zeigst sondern auch noch passende und nachdenklich stimmende Worte zu deinem abgelichteten Protagonisten findest.
Die Haubenlerche fütterte ich damals als Schulkind auf dem Schulhof mit meinem Pausenbrot. 15 Jahre später war dieser unscheinbar-schlichte Vogel in gesamt NRW ausgestorben. Als damals alle Aufrufe, doch bitte eine Sichtung dieser Lerche bei der GRO zu melden, ins Leere liefen, schoss die fürchterliche Erkenntis, dass die Haubenlerche in NRW vermutlich ausgestorben sei, durch meine Knochen und durch mein Mark. Ich habe sie doch als Kind gefüttert und irgendwie gehörten sie doch auch zu meinen positiven Erinnerungen. Nun sind sie weg. Das wollte ich nicht so recht wahrhaben.
Die Haubenlerche hat im Prinzip drei Mal Pech. Erstens ist sie wenig schillernd-attraktiv. Ein schillernder Eisvogel oder ein symbolträchtiger 'Klapperstorch' haben es bezüglich der Lobby einfacher. Zweitens erscheint ihr Lebensraum, wie du selbst anmerktest, für viele Menschen nicht besonders wertvoll. Eine Brache und schnödes Ödland, in denen man sich bei schlechtem Wetter höchstens in schmandigen Pfützen die Klamotten einsaut, ist halt unattraktiv. Ein blühendes Rapswelt oder eine gepflegte Hybridpappelallee entlocken unsinnigerweise viel schneller ein 'oh wie schön' als ökologisch wertvolles Brachland, in denen Kreuz- und Wechselkröten sowie Brachpiper, Haubenlerchen, Steinschmätzer, Ödlandschrecken und viele andere Species ein Zuhause finden. Drittens, und nun wird's moralisch bizarr, hat die Haubenlerche sehr stark von den zerstörerischen Kriegen des letzten Jahrhundert profitiert. Im Volksmund wird dieser Vogel auch Trümmervogel gennant, weil er eben in den Trümmern und entstandenen Ruinen sowie in den entstandenen Kriegsbrachen einen idealen Lebensraum gefunden hat. Die Spuren der Kriege wurden beseitigt - somit verschwand auch ein Teil seiner Lebensräume.
Dein Foto mag ich, Reiner. Die Einbettung in die Blütenstände des Ampfers gefällt mir als Lebensraum- und Ästhetikkomponenten richtig gut. Und das Zeigen deines Bildes weckt auch Emotionen in mir, wie du unschwer an der Ausführlichkeit meines Kommentars erahnen kannst. Von daher sage ich einfach mal: Danke fürs Zeigen .
Vg Markus