Ederwehr bei Frankenberg
| Eingestellt: | 2014-03-01 |
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| Aufgenommen: | 2014-01-12 |
| PS © | |
| Dieser bemooste Stamm ist mir sofort aufgefallen. Ich habe versucht die Stimmung einzufangen. Über Kommentare und Anregungen würde ich mich sehr freuen, da dies mein erstes Bild hier im Forum ist. Gruß |
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| Technik: | Canon EOS 60D, 68mm 1/8 Sek., f/11.0, ISO 100 Belichtungsreihe, Korrektur 1.0, Automatischer Weißabgleich |
| Fotografischer Anspruch: | Anfänger ? |
| Natur: | Beeinflußte Natur ? |
| Größe | 749.0 kB 1024 x 683 Pixel. |
| Ansichten: | 40 durch Benutzer373 durch Gäste |
| Schlagwörter: | frankenberg wehrweide |
| Rubrik Landschaften: | |
Re: Ederwehr bei Frankenberg
erst einmal herzlich willkommen im Forum. Bei deinem Einstandsbild sprechen mich auf Anhieb drei Dinge an. Zum einen gefällt mir im Hintergrund die schöne Fläche mit der gleichmäßigen, glatten Struktur der Stromschnelle; dann wirken die Farben und Helligkeitskontraste auf mich sehr natürlich und real; und zuletzt gefällt mir das Motiv als solches, nämlich der schön bemooste Ast der Erle, wie er über dem "Abgrund" schwebt.
Die Schärfe sieht für mich einwandfrei aus und die kleine Blende finde ich gut gewählt. Sie lässt das Bild sehr lebendig wirken, weil der Hintergrund nicht verschwimmt. Die vergleichsweise lange Belichtungszeit berunigt dabei das Wasser und arbeitet die Strömung heraus. Dabei fehlt mir allerdings in der komplett weißen Gischt die Zeichnung. Grundsätzich stört mich das nicht so sehr, hier aber sind die Bereiche schon sehr groß. Wenn du wegen der Strömung keine kürzere Belichtungszeit wählen willst, die Blende wegen einer möglicherweise abnehmenden Bildqualität nicht weiter schließen willst und wenn du mit der ISO bereits am unteren Ende angelangt bist, dann hilft ein Neutraldichtefilter weiter. Alternativ bietet es sich auch an, aus zwei Bildern mit unterschiedlicher Belichtungszeit per Bildbearbeitung eine Aufnahme zusammenbasteln.
Die Bildgestaltung ist insofern gut gewählt, als sie die beiden bemoosten Äste in den Fokus des Betrachters rückt. Die Diagonale der Äste gefällt mir ebenfalls, noch besser würde mir das Bild gefallen, wenn der rechte Ast nicht rechts am Bildrand endet, sondern oben ein Stück vor der Ecke. Im Augenblick teilt mir der Ast das Bild zu sehr in zwei gleichgroße Flächen. Links den Baumstamm in der oberen Ecke würde ich entweder ganz aus dem Bild nehmen oder noch mehr in das Bild einbeziehen, wahrscheinlich eher einbeziehen. Persönlich ist mir oben zum einen zu viel (uninteressantes) Ast-Gewusel im Bild, zum anderen gewinnt das Bild an Spannung, wenn die Wasserlinie das Bild nicht so nahe an der Mitte teilt. Das entspricht zwar dem harmonischen Schnitt, aber irgendwie mag mich diese Regel bei diesem Bild nicht so recht zu überzeugen. Vielleicht wäre es ein Versuch wert, den Baum von einem höheren Standpunkt, weiter weg und mit mehr Brennweite zu fotografieren, damit der Hintergrund nur oder fast nur aus der schönen Strömung besteht. Das ist aber nur eine Idee und muss keineswegs zum Erfolg führen.
Insgesamt spricht mich die Aufnahme an.
Viele Grüße, vor allem aber viel Spaß hier im Forum, viele Anregungen, Ideen und Tips
Gunnar
Re: Ederwehr bei Frankenberg
herzlichen Dank für die freundliche Aufnahme im Forum. Über deinen kompetenten
und ausführlichen Kommentar habe ich mich sehr gefreut. Mit der Anregung einen ND
Filter einzusetzen gebe ich dir unbedingt Recht. Werde mir baldigst einen zulegen.
Das die Zeichnung in der weißen Gischt fehlt, hat mich auch gestört.
Auch mit dem Astgewusel gebe ich dir Recht, mit dem Standpunkt weiter weg hätte ich
links noch mehr Gewusel aufs Bild bekommen.
Man sollt sich vor Ort doch wirklich etwas länger mit der Bildgstaltung beschäftigen.
Nochmals Danke für deinen Kommentar, der mir sehr geholfen hat.
Gruß
Peter
Re: Ederwehr bei Frankenberg
vielen Dank für deine Rückmeldung. Mit meiner Bildbesprechung gebe ich immer nur eine Einschätzung ab. Da musst du dann einfach mal schauen, was sich davon umsetzen lässt, was dir sinnvoll erscheint, was deiner Intension beim Bild entgegenkommt und natürlich auch was machbar ist.
Ein Neutraldichte- bzw. Graufilter ist eigentlich nur sinnvoll, wenn du bei einer bestimmten Blende die Belichtungszeit verlängern willst und bereits am unteren Limit der ISO-Zahl angekommen bist. Naturfotografen setzten diesen Filter wohl hauptsächlich bei Wasseraufnahmen ein. Hier geht es aber nicht um eine längere Belichtungszeit, sondern bei gleicher Belichtungszeit und gleicher Blende um weniger Licht, damit die Struktur in der Gischt (hoffentlich) besser zum Vorschein kommt. Im Endeffekt hast du also nur eine dunklere Aufnahme, was sich in dieser Situation mit anderen Mitteln nicht erreichen lässt. Das dunklere Bild müsstest du dann entweder wieder aufhellen, wobei darauf zu achten ist, dass dir nicht wieder die Zeichnung in der Gischt völlig ausfrisst. Oder man könnte hier mit zwei Aufnahmen arbeiten (mit und ohne Filter) und die entsprechenden Bildteile überblenden.
Gruß zurück
Gunnar