Austernfischer digiscoped
| Eingestellt: | 2007-07-11 |
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| SH © | |
| Hallo liebe Leute, dieses Foto entstand am vergangenen Wochenende im Beltringharder Koog / Nordfriesland bei sehr schlechten Wetter- und Lichtverhältnissen aus einer Beobachtunghütte heraus. Die beiden Gesellen wurden mit Spektiv und Digicam aufgenommen, also digiscopiert! Die Coolpix 990 macht in Verbindung mit dem Spektiv tolle Aufnahmen, wenn nur das hohe Rauschen nicht wäre. Gruß aus Hamburg |
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| Technik: | Spektiv Swarovski AT80HD + Nikon Coolpix 990 und hier die wichtigsten EXIF-Daten: F/4; 1/39 Sek.; ISO 100 |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 120.7 kB 800 x 600 Pixel. |
| Ansichten: | 1 durch Benutzer238 durch Gäste482 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | austernfischer coolpix digiscopie spektiv |
| Rubrik Vögel: | |
Austernfischer digiscoped
nun komme ich auch endlich mal dazu zu antworten. Thorsten hat mir ja schon das meiste abgenommen aber ich war Privat eingespannt und der PC war Lange nicht in Betrieb.
Wie schon gesagt wurde, ist das A und O die sorgfälltige Vorbereitung des Arbeitsgerätes. Ist dieses vollbracht kann es auch los gehen. Ich selber fotografiere mit einem Drahtauslöser, da meine Erfahrungen mit "dem Finger an der Knipse" eher miserabel waren. Für Dokuzwecke ist das ok, aber wenn man mehr will, kommt man um eine berührungsfreie Aufnahme nicht umhin.
Ich mache es in 80% der Fälle so, dass die Kamera auf unendlich eingestellt ist und ich die Schärfe über das Spektiv einstelle. Dann werden mehrer Fotos gemacht, wobei der Schärferegler zwischen den einzelnen Aufnahmen immer etwas hin und her bewegt wird, so habe ich die Gewissheit, dass meist wenigstens eine Aufnahme geklappt hat.
Da die Coolpix 990 "nur" 3.3 MP hat, passt auf eine 128MB Karte ne Menge Aufnahmen rauf.
Ein weiteres Problem ist es in der Tat, dass Objekt erstmal zu finden. Da geht schon eine Menge Zeit drauf, den Vogel im Visier zu haben. Oft rührt man ne ganze Weile herum, bis man das Tier im Sucher hat. Und nicht selten haut der Bursche genau dann ab.
Das liegt aber auch daran, dass man mit Spektiven die Schrägeinblick haben eher Orientierungslos ist. Mein Kumpel hat ein Spektiv mit Gradeinblick und er findet die Tiere immer etwas schneller.
Aber Übung macht auch hier den Meister.
Und um auf den Pukt zu kommen, genau kann man nie sagen, wie lange man braucht bis es >Knips< macht.
Wenn man das Objekt schnell findet, geht es halt schnell.
Gruß
Sven
Re: Austernfischer digiscoped
Antwort: Unterschiedlich...
Nein, im Ernst: Wenn man die ganze Optik zusammengebastelt hat (was ein wenig dauert... insbes. die möglichst genaue Ausrichtung der Kamera am Okular - welches man aber sinnigerweise vorher erledigt... am Auto, bevor man z.B. in den Hide am Koog geht...) DANN ist die Hauptschwierigkeit m.E. die Ausrichtung des Spektivs zum gewünschten Motiv. Das kann einen schon ein bisschen zur "Weißglut" bringen, denn (ich persönlich) habe dann nur die Kontrolle der Ausrichtung der 3000mm am Bildschirm der Kamera (die ja fest am Okular heftet). Je nach Umgebung kann das dauern, bis man gefunden hat, was man ablichten möchte. Ganz schlimm ist ein Vogel im Astgewirr... man "eiert" durchs Gebüsch... Nichts von dem, was der Bildschirm zeigt erkennt man wieder... muss ich nun weiter nach oben, rechts, links, unten... usw...
Wenn man ihn oder sie "hat", dann ist Fingerfertigkeit gefragt, das Objekt der Begierde möglichst schnell und möglichst präzise in den Spektiv-Fokus zu bekommen (such hier ist nur die ungenaue Kontrolle am Bildschirm der Kamera möglich).
Also: 10 bis 30 Sek. sind schon eine recht realistische Zeit, die man ansetzen muss. Mal schnell ein Bild, wenn was tolles passiert fällt damit natürlich leider aus... andererseits ist es natürlich möglich sowas zu erahnen, wenn man vorbereitet ist, dann kann auch digiscope ein "Aktion-Foto" entstehen. Das ist aber die Ausnahme. Perfekt ist die Technik für Tiere im Allgemeinen, an die man aufgrund der Fluchtdistanz gewöhnlich nicht heran kommt. Dabei entstehen dann natürlich fast nur die "Sitz-auf-Ast (-Stein, -Boden, -usw.)-Fotos!
Gruß, Thorsten
Re: Austernfischer digiscoped
ich antworte dann mal...
Wenn alles aufgebaut und "austariert" ist, brauche ich persönlich nix mehr zu tun, als mit dem Kabelfernauslöser zu warten und im richtigen Moment abzudrücken... Vorraussetzung ist die vorhergehende manuelle "Vorfukossierung" des Spektivs. Ist dieses erfolgt, dann gilt: Ob nun mit dem Finger an der "Knipse" in der Hand oder digiscope... the same... Verdeutlich aber vielleicht, warum Aufnahmen in denen "viel passiert" fast nie digiscope zu bewerkstelligen sind...
Gruß, Thorsten
Re: Austernfischer digiscoped
ein schönes Ergebnis dieser "klassischen" Combo
Die beiden harmonisieren wirklich verdammt gut miteinander.
1/39stel digiscope im Beltringharder Koog... wow! War da kein Wind oder wie oder was??
Kleiner Tipp noch zum "Wegmachen":
Das weiße Rückengefieder des vorderen Aufis zeigt eine recht deutliche Farbvigentte in "rosaviolett": Diesen Bereich mit dem Lasso auswählen, das rosaviolette mit der Pipette in PS auswählen - Bild --> Anpassen --> Farben ersetzen - Sättigung auf -100 stellen - und mit dem Toleranzbereich ein wenig rumspielen... wirkt (teilweise) Wunder
Gruß, Thorsten