Schriftart wählen

Schriftgröße wählen

Zeilenabstand wählen

Schachbrettblume bei Sonnenaufgang

Schachbrettblume bei Sonnenaufgang
  • Hintergrundfarbe ändern
  • Kontextmenü-Emulation abschalten
* ** *** ****
©...
https://naturfotografen-forum.de/data/o/169/847527/thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/169/847527/image.jpg
Eingestellt:
Aufgenommen: 2013-05-05
TB ©
Man sieht zwar im Moment sehr viele Schachbrettblumen im Forum, ich möchte euch meine Version, entstanden bei Sonnenaufgang, trotzdem nicht vorenthalten, verbunden mit einigen Informationen zur Pflanze.
Die Aufnahme ist im mit Abstand größten deutschen Vorkommen dieser schönen Pflanze entstanden, im Seevetal bei Harburg.
Ein Besuch lohnt, da in diesem Jahr weite Flächen dicht mit diesen wunderschönen Blüten besetzt sind. Auch weiße Blüten, anderenorts selten, findet man hier häufig.
Nur die Fotobedingungen sind alles andere als ideal, da auf dieser weite Fläche nahe der Elbe eigentlich ständig Wind herrscht, selbst früh morgens ist es selten völlig windstill.

Die Schachbrettblume steht seit 1936 in Deutschland unter strengem Schutz, es gibt in Niedersachsen nur noch 7 Vorkommen.
Nach Unterschutzstellung der Pflanze gingen die Bestände sogar dramatischer zurück als jemals zuvor, denn nicht Besucher, die auch einmal Wiesen betreten waren/sind das Problem, sondern die sich intensivierende Landwirtschaft.
Düngung, frühe Mahd, Wasserregulierung und intensive Beweidung verträgt die Pflanze nicht.
So ist denn der Bestand, dieser früher in den Überschwemmungsbereichen der Flußtälern häufigen Pflanze dramatisch geschrumpft.
Größere Vorkommen gibt es nur noch am Main, an der Unterweser und an der Unterelbe. Davon ist der Bestand im Seevetal (Unterelbe Nds), der wie gesagt Größte (130ha)
Von der Keimung bis zur ersten Blüte vergehen 6-12 Jahre. Die Samen sind schwimmfähig, so das sie sich in den Überschwemmungsbereichen von Flußtälern früher weit verbreiten konnten.
Diese schöne Pflanze tritt übrigens nicht jedess Jahr in gleicher Dichte auf. Von Jahr zu Jahr differiert ihre Anzahl deutlich, von Einzelexemplaren, die man auf den Wiesen fast suchem muss, bis zum dichten, kilometerweitem Blütenteppich ist alles vertreten.
Die Gründe sind noch nicht ganz geklärt, Wasserstand und Temperaturverlauf haben aber einen deutlichen Einfluß.
Über die Herkunft der Pflanze streiten die Experten, einige sind der Ansicht, dass sie schon immer in Mitteleuröpa heimisch war und sich mit dem Verschwinden der Auwälder auf den dann entstandenen Feuchtwiesen rasch ausbreiten konnte, andere meinen das sie im 16. Jahrhundert als Zierpflanze hierhergelangte und dann verwilderte.
Wie auch immer, erfreuen wir und am Anblick dieser wunderschönen Pflanze. Auch wer sie nicht fotografieren möchte, sollte die Bestände einmal aufsuchen. Es ist wunderschön diese riesigen, dichten Blütenteppiche zu bewundern, in diesem Jahr im Seevetal besonders üppig.
Gruß Thorsten

Technik:
Olympus E-30
Micro Nikkor 2.8/105
1/60 Sek., f/2.8, ISO 100
Manuell belichtet, Automatischer Weißabgleich
Stativ
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Natur: Naturdokument ?
Größe 278.8 kB 675 x 900 Pixel.
Ansichten: 2 durch Benutzer285 durch Gäste284 im alten Zähler
Schlagwörter:
GebietNiedersachsen
Rubrik
Pflanzen und Pilze: