Der große braune Rindenfresser in seiner ganzen Pracht
| Eingestellt: | 2012-09-07 |
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| Aufgenommen: | 2012-09-07 |
| SV © | |
| Beeindruckend ist der Anblick eines solchen Hirsches. Links vom Hirsch sieht man, was passiert wenn es zu viele gibt. Das Buchenaltholz auf diesem Berg ist sicherlich zu 25% im Sommer geschält worden. Große Flächen an starken Buchen. Die Forstverwaltung hat nun mitten im Sommer geschälte Buchen geschlagen. Vermutlich um das Rotwild dazu zu bekommen die liegenden Stämme ganz zu schälen und den Rest in Ruhe zu lassen. Es war ein Bild das mir als Buchenwaldfan sehr nahe ging. Was zuviel ist zuviel. Was die Hirsche dazu treibt im Sommer zu schälen weiß ich nicht. Der Berg ist total ruhig und nur sehr selten begegnet man hier jemandem. Das Wild kommt also auch tagsüber aus der Dickung. Vielleicht kann Ingrid uns das erklären. |
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| Technik: | Canon EOS 50D, 313mm 1/60 Sek., f/7.1, ISO 1000 Manuell belichtet, Automatischer Weißabgleich |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 374.8 kB 670 x 1000 Pixel. |
| Ansichten: | 4 durch Benutzer388 durch Gäste472 im alten Zähler |
| Rubrik Säugetiere: | |
Re: Der große braune Rindenfresser in seiner ganzen Pracht
LG
Stefan
Re: Der große braune Rindenfresser in seiner ganzen Pracht
Keine Ahnung habe ich noch nie verkauft
Wir haben im Forstamt mal im Oktober mit dem Laubholzeinschlag begonnen (allerdings Schwachholz).
Das ist aber aus arbeitstechnischer Sicht unheimlich gefährlich (man sieht nicht was aus den Kronen fällt), die Schäden an der möglicherweise vorhandenen Verjüngung sind beträchtlich und es ehtstehen schnell Schäden an bisher gesunden Bäumen, weil die Rinde im Saft schneller abplatzt - und dann wurde "Teufel mit Belzebub ausgetrieben"!
Aber das heißt nicht, dass das bei Euch nicht verkaufstechnisch, ökologisch und waldbautechnisch optimal zu lösen war - die Örtlichkeit entscheidet!
Wo ist das denn überhaupt?
Viele Grüße
Ingrid
Re: Der große braune Rindenfresser in seiner ganzen Pracht
Dein Bild zeigt nicht nur einen "Klotzhirsch" bei tollstem Licht, sondern ist auch ein gutes und nachdenklich stimmendes Naturdokument!
Das Schälen der Starkbuchen, treibt nicht nur Dir das Wasser in die Augen!
Für den Waldbesitzer ist es finanziell und waldbaulich eine Katastrophe, da die Buchen zügig gefällt werden müssen, wenn man sie noch einigermaßen gut verkaufen möchte.
Bäume gesund dick werden zu lassen, Überhälter erst zu nutzen, wenn die Naturverjüngung komplett ist und der Baum wirklich wertvoll - diese Entscheidungen werden dem Waldbesitzer in wenigen Minuten "abgenommen".
Der Schaden ist enorm und trifft die nächste Waldbesitzergeneration schmerzlich!
Ich kenne das Schlitzen und Schälen der Altbuchen aus unserem Forstamt auch.
Wobei dies wohl großflächig gesehen, kein allgemeines Problem ist!
Vor einigen Jahren hat ein Kollege erstmals bei uns beobachtet, wie EIN älterer Hirsch mit der Augsprosse im Feb/März die Rinde erst geschlitzt und dann mit dem Äser abgezogen hat.
Keiner der anderen Hirsche hat es getan.
Im nächsten Jahr war es wieder genau dieser Hirsch und noch ein paar andere aus diesem Rudel.
Der Schaden ist immer im selben Bestand, immer um die selbe Jahreszeit und von den selben stärkeren Hirschen erfolgt.
Man geht hier davon aus, dass das Verhalten tradiert wurde.
Möglicherweise hätte das Erlegen des "ersten Schlitzers" zu einer Beendigung des Problems geführt.
Dummerweise haben die Hirsche dann keine Jagdzeit mehr und die Erlegung von doppelseitigen Kronenhirschen ist immer ein "Problem".
Ich habe dieses Schadbild in den nächsten Jahren dann noch in ganz anderen Regionen Deutschlands gesehen - auch hier wurde bestätigt, dass es nur die älteren Hirsche tun (oder können).
Warum sie dies tun, ist immer noch nicht klar.
Eine Vermutung ist, dass die Rinde älterer Buchen ein besonderes Mineral enthält, dass die Hirsche nach dem Winter besonders benötigen???????
Schwache Hirsche oder Kahlwild bringt diesen Schaden übrigens nicht zu Stande, da ihnen die dafür notwendige kräftige Augsprosse fehlt, um die Rinde zu schlitzen!
Vielleicht geben meine "Ausführungen" etwas Auskunft zur Problematik - ich hoffe es!
Viele Grüße
Ingrid
Re: Der große braune Rindenfresser in seiner ganzen Pracht
Re: Der große braune Rindenfresser in seiner ganzen Pracht
Die ganze Pracht von hinten.
Schön wie die Farben im Bild sich gegenseitig ergänzen.
Zu den Schälschäden:
Das könnten auch Fegeschäden sein.
Gruß Steffi