Lurch des Jahres 2012
© Dieter Eichstädt
| Eingestellt: | 2012-01-25 |
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| Die Erdkröte ist neben dem Grasfrosch, der häufigste Froschlurch in Europa.In Deutschland kommt die Erdkröte nahezu flächendeckend von den Küsten bis in die Almregion der Alpen vor. Die Erdkröte ist ein wechselwarmes Tier, das dämmerungsaktiv ist.Tagsüber ruhen die Tiere unter Steinen, zerfallenen Mauern, Totholz, Laub, Gebüschen oder in selbst gegrabenen Erdlöchern. Als Landlebensräume besiedeln sie ein breites Spektrum von Biotopen, das von Wäldern über halboffene Landschaften aus Wiesen, Weiden und Hecken bis zu naturnahen Gärten reicht.Als Fortpflanzungsgewässer werden vor allem mittelgroße bis größere Weiher, Teiche und Seen genutzt. Mitteleuropäische Erdkröten führen im Frühjahr meist im Laufe des März ihre, oft massenhaften Wanderungen vom Winterquartier zum Laichgewässer durch.Erdkröten sind durch eine bereits im Larvenstadium stattfindende Prägung an ein bestimmtes Laichgewässer gebunden.Wird das Laichgewässer zerstört, weichen die Kröten nicht auf ein anderes Gewässer aus und die Population erlischt in wenigen Jahren.Bei ihren alljährlichen Wanderungen, insbesondere vom Winterquartier zum Laichgewässer und später von dort zum Sommerlebensraum, erleiden sie überall hohe Verluste durch den Kraftfahrzeugverkehr.Ein großes Problem sind auch die Gullys der öffentlichen Straßenentwässerung. Frösche, Kröten und Molche gelangen durch die Schlitze der Kanaldeckel in die Schächte und verenden dort Zu den natürlichen Feinden zählt die grün-schimmernde Krötengoldfliege. Diese legt in den Sommermonaten ihre Eier am Hinterkopf bzw. auf dem Rücken von Amphibien, insbesondere von Erdkröten, ab. Die bereits nach zwei bis drei Tagen schlüpfenden Larven kriechen zur Schnauze der Kröte und dringen über die Nasenlöcher in den Nasen-Rachen-Raum ein. Hier fressen sich die Parasiten durch das Kopfgewebe und deformieren die vordere Kopfpartie des befallenen Tieres bis zur Unkenntlichkeit.Nach einigen Tagen stirbt die Kröte.Seit einigen Jahren droht der Erdkröte eine neue Gefahr,die Chytridiomykose.Es ist eine neue Amphibienkrankheit, welche durch den Pilz Batrachochytrium dendrobatidis hervorgerufen wird. Diese Krankheit ist mitverantwortlich für das globale Amphibiensterben. Der Erreger der Krankheit wurde bereits in einigen europäischen Amphibienpopulationen gefunden. |
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| Technik: | Panasonic DMC-FZ30, 10.2mm (entsprechend 48mm Kleinbild) 1/50 Sek., f/11.0, ISO 80 Belichtungsautomatik, Korrektur -0.7, Manueller Weißabgleich, Blitz |
| Fotografischer Anspruch: | Dokumentarisch ? |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 381.0 kB 1000 x 714 Pixel. |
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Teilnehmer "Amphibien und Reptilien"-Bild des Monats Januar 2012 |
| Ansichten: | 4 durch Benutzer262 durch Gäste503 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | erdkroete bufo kroeten |
| Rubrik Amphibien und Reptilien: | |
Re: Lurch des Jahres 2012
2012-01-31
Ute Kloß
Hallo Dieter,
danke für Deine ausführliche Info und das Bild dazu. Da hast Du Dir viel Mühe gemacht. Ich hab wieder was gelernt. Die Szene hast Du klasse festgehalten.
LG Ute