Kernzone
| Eingestellt: | 2011-12-10 |
|---|---|
| KB © | |
| im NP Sächsische Schweiz. Die Natur darf und muss sich ohne menschlichen Einfluss entwickeln. Auch der Borkenkäfer hat volle Entfaltungsfreiheit... So besteht für den Fotografen Hoffnung das in den letzten Jahren völlig zugewachsene Aussichtspunkte auf natürlichem Weg wieder frei werden. Ob der angestrebte natürliche Mischwald ohne menschlichen Eingriff entstehen kann muss abgewartet werden. Als langjähriger Besucher dieser Landschaft sehe ich deren Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Viele Grüße Klaus |
|
| Technik: | NIKON CORPORATION NIKON D7000, 38mm 1/100 Sek., f/8.0, ISO 200 Belichtungsautomatik, Korrektur -0.3, Automatischer Weißabgleich |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 610.9 kB 1200 x 795 Pixel. |
| Ansichten: | 2 durch Benutzer180 durch Gäste348 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | elbsandsteingebirge nationalpark kernzone |
| Rubrik Landschaften: | |
Re: Kernzone
ich finde solche Aufnahme spannend, denn wenn man miterleben kann wie sich die Natur auf solchen Flächen entwickeln, das ist schon klasse. Aber ich finde Deine Anmerkung richtig. Selbst in einem Nationalpark ist die Natur nicht auf ewig unangetastet. Nach der gesamten Entwicklung und wenn man bedenkt, dass die Wälder die zukünftigen "Ölquellen" sein werden, sehe ich inder Tat schwarz. Die Gier des Menschen kennt da kein Pardon. So sind wir halt!
Viele Grüße
Hans
Re: Kernzone
ich dachte schon, ich seh ne Aufnahme aus dem hiesigen Kleinprivatwald
Da gibt es auch ne Menge solcher vergessenen Ecken - aber weniger aus Absicht, als aus nicht Wissen um das Eigentum
Die Natürliche Sukzession unter solchen Käferflächen ist interessant.
In der Tat schaffen es sehr viele Laubhölzer unter dem Schutz der Fichtenskelette aufzuwachsen und einen ganz neuen und anderen Wald zu gestalten.
Sicherlich wird auch die Fichte sich dort verjüngen - wobei sie bei Euch ja auch heimisch sein dürfte ?!
Wenn man den wirtschaftlichen und nachbarschaftsrechtlichen Gedanken beiseite schiebt, gibt es keinen Grund diese Fichtenleichen zu entfernen - im Gegenteil, sie sind ökologisch sehr interessant und in diesem Stadium geht keinerlei Käfergefahr mehr von den Bäumen aus!
Viele Grüße
Ingrid
Re: Kernzone
ich hatte das Bild in der Hoffnung eingestellt dass ich einen fachlich fundierten Kommentar dazu bekomme (und dabei natürlich auch an Dich gedacht). Vielen Dank für Deine Erklärungen.
Mit großer Wahrscheinlichkeit ist der im Bild fotografierte Wald nicht natürlich entstanden sondern eine Anpflanzung. Das Bild entstand auf einem Felsplateau. Dort sind auf Grund der geringen Humusschichten eigentlich Kiefern und Birken typisch, bei dickerer Humusschicht auch Traubeneichen. Vereinzelt findet man auf den Plateaus auch Birken/Lärchenmischwälder. Die natürlichen Standorte der Fichte liegen eher in den dunklen und nassen Schluchten wo sie z.T. unheimlich dicht stehen. Dort wo Basalt durch den Sandstein schlägt gibt es fast reine Rotbuchenwälder oder Mischwälder mit Rotbuche, Hainbuche, Traubeneiche, Spitzahorn, Schwarzerle, Bergulme und Winterlinde.
In den letzten 100 - 200 Jahren sind riesige Gebiete mit Fichten aufgeforstet worden. Diese Flächen scheinen nun sich selbst überlassen besonders anfällig für Käferbefall zu sein. Auf jeden Fall ist es interessant die Veränderungen zu beobachten.
Viele Grüße
Klaus