Entthing
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Der Ursprung des Begriffes liegt im Dunkeln, da keine Vergleichswörter überliefert wurden. Am nächsten liegt die Verbindung zu Zeit (gotisch *Þeihs), da das Thing meist zu festgelegten Zeiten abgehalten wurde. Die ältesten Belege des Wortes finden sich auf Altarsteinen, die von friesischen Söldnern in römischen Diensten entlang des Hadrianswalls errichtet worden sind. Darauf verehren sie den Gott Tyr als Mars Thingso (Gott des Things).

Das Wort Thing bedeutet seit ältester Zeit „Volks- und Gerichtsversammlung“. In Deutschland und England machte der Begriff einen Bedeutungs- und Lautwandel durch. Þing wurde zum deutschen Ding und englischen thing. Die Bedeutung Sache leitet sich von der auf der Gerichtsversammlung behandelten Rechtssache ab (vgl. auch lat. res publica (Staat); res = Sache) und wurde später verallgemeinert. Im Norden erhielt sich der Begriff in beiden Bedeutungen. So heißt das dänische Parlament Folketing, die Volksvertretungen in Island Althing, auf den Färöern Løgting und in Norwegen Storting. In Schweden heißt das Parlament zwar Riksdag, aber die Provinziallandtage Landsting. Auch im Rechtsbereich kommt das Wort Ting noch vor. Ordentliche Gerichte erster Instanz heißen in Schweden Tingsrätt. Des Weiteren heißen Gerichtsgebäude in Norwegen heute noch Tinghus.

In der deutschen Sprache gehört die von Thing hergeleitete Bedeutung von Ding als Ort der verbindliche(n) Rechtspflege zum festen Bestand des Wortschatzes, wie zum Beispiel in dinglich, Bedingung, (un)abdingbar, dingfest, dingflüchtig, sich ausbedingen (verteidigen) und auch in den veraltenden Wörtern (sich als Magd) verdingen, gedungene (Mörder).

Auch in vielen Ortsnamen hat sich der Begriff erhalten, wie beispielsweise Thüngen, Dingden, Denghoog, Dingstäde, Dingstätte und Dingstede in Deutschland, Tingvoll, Tingvatn und Tinghaug in Norwegen, Þingvellir in Island oder Tingstäde auf Gotland. Diese historischen Orte sind jedoch nicht mit den Thingplätzen zu verwechseln die die Nationalsozialisten für ihre Thingspiele errichten ließen, die ein Teil der Thingbewegung waren.

Nach dem Vorbild des Bundes Quickborn nannten in den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts Jugendbünde ihre Jahresversammlung Thing, so heute noch viele deutsche Pfadfinderverbände und Jungenschaften.

Quelle: wikipedia
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