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Braunkehl-Faultier

Braunkehl-Faultier
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https://naturfotografen-forum.de/data/o/98/491299/thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/98/491299/image.jpg
Eingestellt:
Aufgenommen: 2010-08-28
KE ©
Hier seht ihr das erste Faultier, das ich je in freier Wildbahn sehen konnte. Obwohl ich noch einige Faultiere zu Gesicht bekam, blieb diese meine beste Aufnahme. Denn entweder waren die Faulpelze zu weit entfernt, völlig mit Blättern bedeckt oder zu einem „Fellball“ zusammen geknäult. Daher hat das Bild für mich natürlich einen besonderen Wert.

Da hier im Forum noch kein Faultier verewigt wurde, möchte ich dieses Bild trotz des recht unruhigen Umfeldes gern zeigen.

Hier noch für alle Interessierten ein paar Infos zu diesen gemütlichen Zeitgenossen:

Braunkehl-Faultier (Bradypus variegatus)

Braunkehl-Faultiere erreichen eine Körperlänge von 47 bis 75 Zentimeter sowie ein Gewicht von 2,5 bis 5 kg. Die Ohren sind im Fell verborgen und erreichen eine Länge von 10 bis 15 mm. Ein Schwanz ist nur noch rudimentär vorhanden.
Der Scheitel des Fells liegt nicht wie bei anderen Säugern auf dem Rücken, sondern auf dem Bauch. Eine Anpassung an seine ungewöhnliche Körperhaltung und einen extrem regenreichen Lebensraum. Wassertropfen bleiben nicht auf dem Bauch im Fell hängen, sondern können nach beiden Seiten ablaufen! Das Fell schützt auch vor lästigen Ameisen.
Bis auf den hochentwickelten Geruchssinn sind die übrigen Sinne eher mäßig bis schlecht entwickelt.

Lebensweise
Braunkehl-Faultiere leben zurückgezogen und einzelgängerisch.
Aufgrund der aborealen Lebensweise sind Braunkehl-Faultiere relativ sicher vor Fressfeinden. Allenfalls die Harpyie (Harpia harpyja) kann ihnen in den Baumkronen gefährlich werden. Auf den Boden steigen die Faultiere nach Möglichkeit nur hinab um zu koten. Dies geschieht in der Regel nur einmal in der Woche. Auf dem Erdboden bewegen sich die Tiere nur sehr langsam, kriechend fort. Sie können aber ausgezeichnet schwimmen und überqueren mühelos auch größere Flussläufe.
Braunkehl-Faultiere zeichnen sich vor allem durch ihre Regungslosigkeit aus, die bis zu 20 Stunden am Tag betragen kann. In den restlichen vier Stunden sind sie mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt.

Ernährung
Das Braunkehl-Faultier ernährt sich rein pflanzlich. Neben Blättern und jungen Trieben frisst es hier und da auch Früchte und Wurzelwerk.

Vorkommen
Das Braunkehl-Faultier ist in weiten Teilen des subtropischen und tropischen Mittel- und des zentralen Südamerikas verbreitet.

Gefährdung und Schutz
Das Braunkehl-Faultier ist wie alle Faultiere in hohem Maße an seinen Lebensraum angepasst. Demzufolge reagiert es auf Störungen äußerst empfindlich. Die Vernichtung der tropischen Regenwälder stellt dabei das größte Problem dar. Fressfeinde dezimieren die Art nur unwesentlich. Wegen des relativ großen Verbreitungsgebietes ist die Art heute noch nicht akut gefährdet. Geht der Raubbau an der Natur jedoch so weiter, wird sich das schnell ändern. In der Roten Liste des IUCN wird das Braunkehl-Faultier als wenig gefährdet geführt.

Technik:
Canon EOS 450D, 250mm
1/60 Sek., f/5.6, ISO 400
Belichtungsautomatik, Manueller Weißabgleich

EF-S 55-250mm f/4-5,6IS

Fotografischer Anspruch: Anfänger ?
Natur: Naturdokument ?
Größe 202.8 kB 1000 x 667 Pixel.
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