Sumpf-Heidelibelle (Männchen)
| Eingestellt: | 2010-08-22 |
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| Hier sehr Ihr eines meiner Bilder, die bei der gemeinsamen Fototour mit Sebastian Sczepanski, Oli Richter und Jens Kählert in Ostdeutschland entstand. Um 3:15h war Tagwacht, um 4:00h dann Treffen und Abfahrt mit Sebastian, der aus Berlin ankam und gar nicht erst ins Bett gegangen war. Dann Fahrt nach Süden, wobei dann noch eine grössere Bundesstrasse gesperrt war, sodass wir unfreiwillig noch zu einer frühmorgendlichen Stadtdurchfahrt von Cottbus kamen. Wir wollten Sumpf-Heidelibellen fotografieren, was sich als schwieriger als gedacht herausstellte. Erstens flogen die Libellen schon morgens um 6:00h auf, wenn man sich näherte; und zweitens blies ein unangenehm starker Wind. Man sieht den Wind im Bild an der Flügelstellung, die der Wind so bewirkte. So musste man sich den Tieren in grösster Vorsicht nähern (trotzdem flogen sie immer wieder weg) und möglichst viele Bilder machen, um eines ohne Verwackelung zu erhalten. Ich war gegen Ende des Vormittags regelrecht etwas frustriert ob der vielen vergeblichen Annäherungsversuche. Trotz allen Schwierigkeiten: Ein toller Morgen zu viert, der mir grossen Spass gemacht hat. Wie Jens schon bei seinem Sumpfheidelibellenbild angemerkt hat: "Arrangieren" in der Natur ging definitiv nicht. Beim gezeigten Bild habe ich in der "Postproduction" allerdings ein wenig "getürkt", indem ich rechts unten ein Blatt weggestempelt habe. Jens und ich haben uns übrigens vor Ort darüber unterhalten, was denn nun vorzuziehen sei: Vor Ort Halm abschneiden oder zu Hause in der EBV entfernen? Letztendlich finde ich den Unterschied nicht so gross. Eure Meinung würde mich aber interessieren. Ich hoffe, das wider erwarten seehr scharfe Bild (mit dem sog. Schärfe-"Rumms") gefällt Euch. |
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| Technik: | Canon 550D - Sigma 150mm - ISO 400 - Bl. 6,3 - 1:15s - LiveView (viel besser in der Windsituation) - Stativ - EBV: Oben beschrieben. Leichter Ausschnitt. |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 282.3 kB 1000 x 668 Pixel. |
| Ansichten: | 243 durch Gäste427 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | libelle segellibelle sumpf-heidelibelle sympetrum sympetrum depressiusculum |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: Sumpf-Heidelibelle (Männchen)
Glückwunsch zu Deiner gelungenen Aufnahme trotz widriger Umstände!
langsam wird mir bewust, welches Glück ich habe, das meine Sumpf- Heidelibellen nur 12km von meinem Wohnort entfernt in größerer Anzahl leben. Ich hatte im letzten Herbst bis Ende September das Glück sie fotografieren zu können. Ich hoffe in diesem Jahr den Schlusspunkt der Saison mit Rauhreif zu erwischen. Ist mir im letzten Jahr leider nicht gelungen. Je kälter es wurde desto höher kletterten sie auf den Halmen, so dass sie keinen Frost ansetzten. Zur Zeit ärgere ich mich auch mit den relativ hohen Temperaturen am Morgen herum. Wie Du schon beschrieben hast, fliegen sie schon bei geringfügigen Belästigungen auf. Was mich auch immer wieder zur Verzweiflung bringt ist, das ich eine ganze Zeit mit der Einrichtung der Schärfe verbringe und kurz bevor ich auslösen möchte schüttelt die Libele mal eben den Tau ab. Einige Sumpf-Heidelibellen lösen auch schlagartig ihre Umklammerung und lassen sich in Kamikaze-Manier ins tiefe Gras fallen, obwohl ich mich kaum angenähert habe. Die kennen mich wohl schon: Oh nein - DER schon wieder... Ich hoffe und warte auf kältere Morgenstunden!
Viele Grüße: Andreas
Re: Sumpf-Heidelibelle (Männchen)
an unser nettes Zusammentreffen, an diese Libelle und an diese Situation kann ich mich gut erinnern. Ja, es war so, wie du es treffend beschrieben hast: Die Libellen waren scheu, der Wind höchst unangenehm (hier bei mir zuhause wäre ich gar nicht erst rausgefahren), aber unsere gemeinsame Tour war trotzdem sehr schön und hat Spaß gemacht.
Ich wollte diese Libelle nicht fotografieren, weil mir das Distelblatt zu breit war. Jetzt bin ich erstaunt, wie gut das Foto (sagt ihr Schweizer nicht "die Photo"?) dennoch aussieht! Ein "sauberes" Bild einer hübschen und gleichzeitig seltenen Libelle! Der HG passt gut zu den Farben des Insekts, sehr angenehm und harmonisch.
Ich weiß nun nicht, was du weggestempelt hast, aber meinen Standpunkt dazu kennst du ja: Ich möchte das zeigen, was ich tatsächlich gesehen habe, auch wenn es erst durch den Einsatz der Schere so geworden ist. Wenn man mit dem Wegstempeln beginnt, könnten die Grenzen vielleicht mit der Zeit verschoben werden. Daher soll sich das Stempeln bei mir auf den Sensordreck (oder sonstige technische Fehler) beschränken. Die GDT-Richtlinien geben dazu auch klare Anweisungen. Wer argumentiert, dass man mit dem Stempeln die Natur schone, weil man die Schere nicht benutzt, möge auch seinen Rasen nicht mehr mähen oder auf einer Wiese Gras spazieren gehen, denn unter den Füßen dürfte auch einiges verschwinden. Die Schere sollte selbstverständlich nicht bei besonderen Pflanzen angesetzt werden.
Gruß nach Bern
Jens