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Nabequ I

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https://naturfotografen-forum.de/data/o/64/322687/thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/64/322687/image.jpg
Eingestellt:
HB ©
Nach einer kurzen Pause möchte ich das heurige Jahr mit einer kleinen Serie über die Sinai Halbinsel in Ägypten beginnen. Die Idee kam mir während ich in den letzten Wochen mit der Auflösung meines analogen Fotolabors im Haus beschäftigt war. Dies war sowohl physisch als auch emotional ein anstrengendes Unterfangen. Genauso verhält es sich mit den Bildern, die ich aus dieser Gegend präsentieren möchte. Ich hatte dort über mehrere Jahre ein eigenes Haus in einem Beduinendörfchen nahe Dahab gemietet. Vornehmlich zu dem Zweck dem Tauchvergnügen, das dort ein ganz besonderes ist, zu frönen. Nachdem meine Lebensgefährtin ein unglaubliches Sprachentalent ist, gelang es uns auf diese Weise auch engen Kontakt mit den Beduinen aufzunehmen, sodaß wir bei einigen Familien wie nahe Verwandte aus und ein gehen konnten und an den sozialen Aktivitäten teilnahmen. Vieles davon habe ich dokumentiert, allerdings meist als Film bzw sind auf den Bildern meist die Lebensumstände der Menschen zu sehen. Abgesehen von vielen UW-Bildern aus den Tauchtouren erfüllen einige wenige die Bedingungen (manchmal mit zudrücken beider Augen) um hier gezeigt zu werden.
Das aktuelle Bild entstand bei einer mehrtägigen Kameltour durch das Nabequ Naturreservat. Dieses Naturschutzgebiet beginnt einige Kilometer nördlich von Sharm el Sheik und erstreckt sich an der Ostküste der Halbinsel über 60 km bis knapp vor Dahab. Das Ziel war einige Tauchplätze auf unserem Weg nach Norden zu erkunden. Üblicherweise muß man das Reservat vor Einbruch der Dunkelheit auf dem gleichen Weg auf dem man es betreten hat wieder verlassen. Lange Verhandlungen und einige Zuwendungen pekuniärer Natur machten die mehrtägige Reise möglich. Wir hatten, Obwohl nur zu fünft eine riesige Kamelkarawane mit uns weil wir für drei Tauchgänge/Tag eine große Menge an Druckluftflaschen mithatten. Mit dabei war auch noch eine größere Gruppe von Beduinen, die die Kamele betreuten, für unser leibliches Wohl sorgten, und die die Kamele mehrmals pro Tag be- und entluden.
Auf diesem Bild sieht man bereits sehr gut dass die Wüste Sinai ganz anders aussieht als man sich Wüste als Kind vorstellt. Sie ist gebirgig und steinig. Diese Bedingungen setzen sich im Wasser in ähnlicher Weise fort. Von der Küste weg gibt es ein oft nur wenige Meter breites Riffdach, das je nach Gezeitenstand Knöchel- bis Hüfthoch von Wasser bedeckt wird, um dann in einer steilen Stufe etwa 10-20m tief abzubrechen (manchmal aber auch gleich bis 70-80m!). Und angesichts der schäumenden Wellen wird klar, dass das Einsteigen mit 30kg Gerödel auf dem Körper nicht immer ein Vergnügen ist. Umsomehr ist es allerdings die Welt in der man dann eintaucht.

Ein schönes Wochenende
LG Helmut

Technik:
Nikon F90X; Nikkor 20-35/2.8D; Ektachrome 100; Polfilter; Nikon Coolscan 4000ED Diascanner
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Natur: Naturdokument ?
Größe 388.9 kB 1000 x 666 Pixel.
Ansichten: 232 durch Gäste271 im alten Zähler
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Rubrik
Landschaften:
Serie
Sinai: