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Weibliche Gemeine Habichtsfliege (Dioctria rufipes).

Weibliche Gemeine Habichtsfliege (Dioctria rufipes).
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Eingestellt:
Aufgenommen: 2026-07-01
IK ©
Auf dem Foto sieht man eine weibliche Habichtsfliege aus der Gattung Dioctria (Familie der Raubfliegen, Asilidae) bei der Beutejagd. Aufgrund der charakteristischen Merkmale handelt es sich hierbei um die Gemeine Habichtsfliege (Dioctria rufipes).
Das auffälligste anatomische Merkmal, das ihr auch den Namen „Höcker-Habichtsfliege“ eingebracht hat, ist der sogenannte Antennenhöcker (Processus antennalis). Ihre Fühler sitzen nicht flach im Gesicht wie bei vielen anderen Fliegen, sondern ragen von einem deutlich sichtbaren, nach vorne stehenden Stirnhöcker nach oben. Das verleiht ihr im Profil ein fast „erhabenes“ oder grimmiges Gesicht – passend zu einem kleinen Raubvogel.
Während viele große Raubfliegen (wie die Hornissenraubfliege) völlig wahllos alles schlagen, was ihnen vor die Keule kommt, sind Dioctria-Arten extrem auf Hautflügler spezialisiert.
Über 70 % bis 80 % ihrer Beute besteht aus kleinen Wildbienen, Pflanzenwespen und eben parasitischen Schlupfwespen (wie auf dem Foto⁠).
Das ist evolutionär ziemlich mutig, da diese Beutetiere oft wehrhaft sind und stechen können. Die Habichtsfliege gleicht das durch extreme Schnelligkeit und Präzision beim ersten Zustoßen aus.
Viele Raubfliegen sitzen flach auf Steinen oder Totholz und jagen im schnellen Sturzflug nach oben. Dioctria rufipes bevorzugt eine andere Taktik: Sie sitzt oft gut getarnt auf der Oberseite von grünen Blättern in der Krautschicht oder an Waldrändern. Von dort aus beobachtet sie die Umgebung. Nähert sich ein potenzielles Opfer, fliegt sie oft in einen kurzen, fast rüttelnden Schwebflug über, taxiert die Beute und schlägt dann blitzschnell aus der Luft zu.
Die Fühler des Opfers (die man lang und gliedernreich nach oben stehen sieht) und die typisch dreifarbigen Beine (weiß-schwarz-rote Ringelung an den Tibien/Metatarsen) sind absolute Steckenpferde der Schlupfwespen. Viele Arten nutzen genau dieses kontrastreiche Ringelmuster an den Schienen als visuelles Signal oder es ist schlicht artbedingt festgeschrieben (wie bei einigen Gelis-, Cryptus- oder Pimpla-Verwandten).
Ein schönes Wochenende Ingolf
Technik:
OM Digital Solutions OM-1MarkII, OM 90mm F3.5 + MC-20
1/1250s, F/10, ISO 8000, 180mm (etwa 361mm Kleinbild)
M, Manueller Weißabgleich
0.43m Distanz
Bearbeitung Gestempelt Tiefenschärfe verändert
Fotografischer Anspruch: Dokumentarisch ?
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Größe 1.9 mB 3600 x 2689 Pixel.
Platzierungen:
Beste Tophit-Platzierung: 26 Zu den Tophits
Ansichten: 55 durch Benutzer88 durch Gäste
Schlagwörter:
GebietNiedersachsen
Rubrik
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