Keiljungfern-Schlupf
© Benutzer 2187223
| Eingestellt: | 2026-05-08 |
|---|---|
| Aufgenommen: | 2026-05-08 |
| B2 © | |
| Heute habe ich zunächst einige frisch geschlüpfte Gemeine Keiljungfern (Gomphus vulgatissimus) gesehen. Als ich dann das Flussbett mit meinen Watstiefeln betrat, sah ich am Ufer an einigen Brennnesseln weitere schlüpfende Exemplare. Hier ein Männchen in der ersten Schlupfpause. Die Gemeinen Keiljungfern verbringen diese erste Phase quasi aufrecht stehend in der senkrecht ausgerichteten und festgemachten Exuvie. Andere Großlibellenfamilien wie die Edellibellen, die Segellibellen und die Falkenlibellen lassen Thorax mit Kopf nach hinten hängen und sind in dieser Phase dadurch kopfüber hängend. |
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| Technik: | Canon EOS R7, 180.0 mm 1/800s, F/6.3, ISO 800, 180mm |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 1.8 mB 1333 x 2000 Pixel. |
| Platzierungen: |
Beste Tophit-Platzierung: 36 Zu den Tophits
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| Ansichten: | 39 durch Benutzer79 durch Gäste |
| Schlagwörter: | gomphus vulgatissimus gemeine keiljungfer rems lorch flussjungfer gomphidae schlupf imaginalhaeutung exuvie larvenhaut brennnessel |
| Rubrik Wirbellose: |
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Re: Keiljungfern-Schlupf
2026-05-09
Otto Ganss
Hi Christian
hab schon gewartet,dass du mit den ersten Schlupfbildern kommst,deine Libellenbilder haben mir echt gefehlt .
Toll freigestellt mit vielen Details,gefällt mir sehr gut.
Gruss
Otto
Re: Keiljungfern-Schlupf
2026-05-08
Ingolf Kunze
Guten Abend Christian, interessant, wie die Larve mit Sand und Gestein getarnt ist. Hat die Schlupfrichtung oder Raumorientierung der Larve nach deiner Erfahrung funktionelle Vorteile?
In der ganzen Entwicklung kann soviel schieflaufen, es bleibt erstaunlich, dass man doch so viele “heile“ Libellen beobachten kann.
Ein gutes Naturdokument!
Ingolf
In der ganzen Entwicklung kann soviel schieflaufen, es bleibt erstaunlich, dass man doch so viele “heile“ Libellen beobachten kann.
Ein gutes Naturdokument!
Ingolf
Re: Keiljungfern-Schlupf
2026-05-09
Benutzer 2187223
Hallo Ingolf,
da Keiljungfern sowohl waagerecht (z. B. auf Blättern), senkrecht (an Stängeln) und mit Bauch nach oben hängend (an quer liegenden Blattstängeln) schlüpfen hat das "Stehen" in der Exuvie durchaus Vorteile. Andere Flussjungfern (z. B. Zangenlibellen) schlüpfen meistens waagerecht auf Steinen direkt an der Wasserkante, z. T. die Exuvie noch im Wasser. Da geht nach hinten hängen lassen gar nicht, und ich kann mir vorstellen, dass auch Gemeine Keiljungfern früher mehr an Steinen schlüpften. Dieses "Stehen" in der Exuvie ist jedenfalls die Art, wie es meines Wissens nach alle Flussjungfern tun, also eine für diese Libellenfamilie typische Verhaltensweise.
Andere Libellenfamilien schlüpfen allermeistens an senkrechten Strukturen wie Halmen, Ästen und stehenden Blättern, da passt das "Hängenlassen" unter Ausnutzung der Schwerkraft deutlich besser. Der Preis für diese Haltung ist halt der mühevolle Feldaufschwung nach der hier gezeigten Schlupfpause, um den Hinterleib aus der larvenhaut zu ziehen. Da haben es die Flussjungfern in senkrechter Position einfacher, da sie nur nach vorne greifen müssen. In der Waagerechten aber ist der Vorteil schon dahin, da braucht es eine Liegestütze mit halbem Handstand, um den Hinterleib rauszubekommen.
Liebe Grüße, Christian
da Keiljungfern sowohl waagerecht (z. B. auf Blättern), senkrecht (an Stängeln) und mit Bauch nach oben hängend (an quer liegenden Blattstängeln) schlüpfen hat das "Stehen" in der Exuvie durchaus Vorteile. Andere Flussjungfern (z. B. Zangenlibellen) schlüpfen meistens waagerecht auf Steinen direkt an der Wasserkante, z. T. die Exuvie noch im Wasser. Da geht nach hinten hängen lassen gar nicht, und ich kann mir vorstellen, dass auch Gemeine Keiljungfern früher mehr an Steinen schlüpften. Dieses "Stehen" in der Exuvie ist jedenfalls die Art, wie es meines Wissens nach alle Flussjungfern tun, also eine für diese Libellenfamilie typische Verhaltensweise.
Andere Libellenfamilien schlüpfen allermeistens an senkrechten Strukturen wie Halmen, Ästen und stehenden Blättern, da passt das "Hängenlassen" unter Ausnutzung der Schwerkraft deutlich besser. Der Preis für diese Haltung ist halt der mühevolle Feldaufschwung nach der hier gezeigten Schlupfpause, um den Hinterleib aus der larvenhaut zu ziehen. Da haben es die Flussjungfern in senkrechter Position einfacher, da sie nur nach vorne greifen müssen. In der Waagerechten aber ist der Vorteil schon dahin, da braucht es eine Liegestütze mit halbem Handstand, um den Hinterleib rauszubekommen.
Liebe Grüße, Christian