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Frühe Heidelibelle auf Agave

Frühe Heidelibelle auf Agave
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Eingestellt:
Aufgenommen: 2024-08-23
AW ©
So, ich bin zurück von der schönen Insel Fuerteventura und habe trotz der Trockenheit der Insel ein paar Bilder im Gepäck. Wir waren in Costa Calma. Unfassbar, wie "Deutsch" dort alles ist. Nicht mein Fall.

Aber ich bin ohnehin ein komischer Urlauber. Da rennen sie alle hinten raus aus dem Hotel zu diesem Strand und dem Meer. Wie öde. Keine Muschel, kein Krebs, nur feinster Sand, Sonne und Salzwasser. Ach ja: Und die Deutschen. Also - wo war ich, wenn meine Frau zum Strand ging? Richtig. Vorne raus. Aber was gab es da? Es gab dort einen 50m breiten mit Tropfleitungen bewässerten Grünstreifen, zwischen zwei Stassen gelegen, der eigentlich eher den Eindruck einer bewachsenen Müllhalde erweckt. Dann doch lieber Strand? Nein, denn dort spielt sich das Leben der einheimischen Tierwelt ab. Die Tropfleitungen haben hier und dort Defekte an denen sich kleine Pfützen oder Mini-Springbrunnen bilden. Wie Blöd habe ich aus der Wäsche geschaut, als ich tagsüber auf einen Igel stiess! Nie hätte ich Igel auf der Insel erwartet. Mittlerweile kenne ich ihre Geschichte. Der Igel wusste auch genau, wo er seinen Durst stillen konnte. Obwohl der Streifen nur 50m breit und ein ein paar Kilometer lang ist, ist er durchzogen von parallel verlaufenden Pfaden. Einer dieser Pfade ist auf einer Länge von meheren hundet Metern ein Eldorado der Frühen Heidelibellen. 2/3 Männchen und 1/3 Weibchen. Definitiv zu der Zeit keine andere Art! Männchen uns Weibchen jagen dort ruhig nebeneinander. Ich habe dort nicht ansatzweise auch nur eine Kopula gesehen. Dazu müssen wohl andere Bedingungen herrschen, oder ich kenn ihr Vermehrungsgewässer nicht. Auf jeden Fall konnte ich diese eine Art dort auf Gräsern, Dornenbüschen, Bleistiftbäumen und Agaven fotgrafieren, bis mir die Lust verging. Dort stehen auch beeindruckende Kakteen mit bis zu 5cm langen Stacheln, die scharf sind wie OP-Spritzen. Man sollte sich beim Anschleichen, mit der Kamera vor dem Auge stets im Klaren sein, wo der Kaktus ist. Ich spreche da aus schmerzvoller Erfahrung. Denn Fehler macht man nur einmal! Übrigens: Genau auf dem Libellenpfad waren auch die Wiedehopfe. Schon klar warum. Ich habe sie auch fotografiert, aber ich bin halt kein Birdy...

Hier also ein Männchen der Frühen Heidelibelle auf der wuchtigen, aber aus meiner Sicht sehr dekorativen Spitze eines Agavenblatts auf Fuerteventura an der Costa Calma.

PS: Da ich die letzten Tage viel Zeit hatte, habe ich meinen Workflow für die Entwicklung meiner RAWs neu überdacht. Ich habe nun ein Tool zum Entrauschen (DXO) und ich habe mich auch stundenlang damit herumgeärgert, meine Photoshop-Aktion (Eine Verkettung von Einzelschritten um stufenweise zu Verkleinern und jeweils wieder unscharf zu Maskieren) so zu bearbeiten, das am Ende ein Bild mit 2000 Pixeln auf der langen Kante herauskommt und nicht wie füher im NF limitiert mit 1000 Pixeln auf der langen Kante. Hatte mich ewig davor gedrückt. Wuste genau, das mich das Nerven und graue Haare kosten würde. Ich gehen jetzt nicht weiter ins Detail. Fazit: Man kann nun auch in meine Bilder weiter hineinzoomen und mehr Details ansehen.

Viele Grüße: Andreas

Technik:
OM System OM-1 Mark ii / 40-150mm 4,0 pro + MC-14 1/500s / Blende 5,0 / ISO 200
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Größe 2.3 mB 2666 x 2000 Pixel.
Platzierungen:
Beste Tophit-Platzierung: 29 Zu den Tophits
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