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Ameisenjungfer ND
© Thorsten Stegmann
Ameisenjungfer ND
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Dieses arme Tierchen 'beschimpft' der Wissenschaftler mit dem schwer aussprechlichen Namen 'Myrmecaelurus trigrammus'. Es erinnert in der Erscheinungsform fast an eine Kreuzung aus Schmetterling und Libelle. Tatsächlich gehört es zu den Netzflüglern, genauer gesagt zur Familie der Ameisenjungfern.

Die erwachsenen (adulten) Tiere aus dieser Familie sind eher selten zu sehen, da sie in der Regel dämmerungs- oder nachtaktiv sind. In geeigneten (trocken-sandigen) Gebieten kann man sie aber z.B. nachts an oder in der Nähe von künstlichen Lichtquellen entdecken. Es verwundert daher nicht, dass die erwachsenen Tiere daher für viele unbekannt sind.

Von den räuberisch lebenden Larven hat dagegen schon so mancher gehört: Ameisenlöwen. Diese heissen so, da einige Arten der Familie im lockeren Sand 'Fangtrichter' anlegen.... trichterartige Vertiefungen an derem Grund die Larve im Sand verborgen, mit mächtigen Kiefern auf Beute lauert.... wie der Name schon sagt, in der Regel überwiegend Ameisen. Ein nichtsahnendes Opfer kann dabei in diesen Sandtrichter hineinfallen und verzweifelt versuchen, gegen den in die Vertiefung reiselnden und keinen Halt bietenden lockeren Sand zu entkommen. Der herunterrieselnde Sand ist hingegen für den am teifsten Punkt des Trichters vergrabenen Ameisenlöwen das Signal auf Beute hoffen zu können. Gezielt schleudert er daraufhin Sand in die Richtung des um sein Leben krabbelnden Opfers, bis es in die Trichtervertiefung stürzt und von den kräftigen Kiefern der Larve gefangen wird.....

Ameisenjungfern kommen in mehreren Arten in Mitteleuropa vor. Die besagten Fangtrichter kann man in sandigen und trockenen Gebieten (Heiden, Trockenrasen u. dgl.) nicht selten finden. An günstigsten sucht man auf Sanddünen oder an Sandabbrüchen, an denen die Kante überhängt und einen 'Regenschutz' bietet.

Die hier abgebildete Art stammt aus Ungarn und kommt in Deutschland nicht vor, dennoch gleichen sie sich überwiegend in der Körperform, sind aber nicht selten recht unterschiedlich gezeichnet.
Das abgebildete Exemplar ist ca. 5-6 cm lang. Warum es bei Tageslicht unterwegs war weiss ich nicht, es erschien aber recht frisch geschlüpft und war vermutlich aufgrund der Uhrzeit auf dem Weg zu seiner ersten Nacht als 'fliegendes Objekt'.

Auch die erwachsenen Tiere leben übrigens vorwiegend räuberisch und erbeuten kleinere Insekten, besuchen aber auch gelegentlich des nachts Blüten und fressen Pollen.

Die Aufnahmedaten seien ergänzt: Nikon E5700, Makro-Modus, 21mm, f6,2, 1/130, -0,3LW, 25.7.05 18:42

Bearbeitung: Schnitt, verkleinern, schärfen, sonst nix!

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