Ein Paar Bläulinge
| Eingestellt: | 2008-09-03 |
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| ES © | |
| Liebe Mitglieder des Forums, durch einen guten Freund bin ich auf dieses schöne Forum hier gestoßen. Und so entschloss ich mich dazu, mich hier zu regiestrieren und hier mitzumachen. LG Edi |
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| Technik: | Konica Minolta D7D, Tamron 18-200 |
| Natur: | Beeinflußte Natur ? |
| Größe | 236.0 kB 864 x 610 Pixel. |
| Ansichten: | 201 durch Gäste241 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | blaeuling |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: Ein Paar Bläulinge
Das sind zu Beginn sehr wertvolle Anregungen und Tipps und ich bin überhaupt nicht geschockt, ganz im Gegenteil. Das ist sachlich fundiert und man kann sich dadurch Gedanken machen, wie es sein sollte.
Es ist ja auch nicht immer so, dass einem Bilder gelingen, die den von euch genannten Kriterien entsprechen. Die behält man eben dann auf der Festplatte und zeigt sie halt dann nicht öffentlich.
Liebe Grüße Edi
Re: Ein Paar Bläulinge
willkommen im Forum! Ich wünsche dir hier viel Spaß!
Dein Einstandsfoto zeigt eine authentische Situation, die wir so oder ähnlich draußen in der Natur recht oft sehen können. Das Bild mag für dich viel Erinnerungswert haben, vielleicht verknüpfst du es mit einem besonderen Erlebnis und hast daher eine enge Beziehung zu ihm. Bei der ästhetisch ausgerichteten Naturfotografie kommen jedoch einige Aspekte zum Tragen, die dein Bild nicht so richtig erfüllt. Nimm mir diese Worte - gerade bei deinem ersten Bild - bitte nicht übel, ich möchte dir nur ein paar Tipps geben und dich fotografisch in eine andere Richtung lenken. Du kannst alles ablehnen, aber vielleicht auch einiges bei deinen nächsten Streifzügen durch die Natur umsetzen. Es mag sich hier ein gewisser "Forumsgeschmack" herausgebildet haben, aber unabhängig davon gibt es ein paar Dinge, die man beherzigen sollte.
1. Eine enorme Bildwirkung geht vom Hintergrund (HG) aus. Wenn er ruhig ist, wirkt ein Bild einfach besser. Ein wirres Pflanzengestrüpp lenkt vom Motiv ab und wirkt auf den Betrachter konfus und störend. Es gibt in der Rubrik "Makro" etliche Beispiele für sehr angenehme Hintergründe.
2. Das Licht ist ein weiteres Problem. Direktes Sonnenlicht ist ungeeignet. Viel besser macht sich das diffuse Sonnenlicht, das durch eine Wolke oder einen bewölkten Himmel auf das Objekt fällt. Harte Kontraste werden vermieden, denn wo Licht ist, ist auch Schatten. Schattenpartien saufen ab, direkt angestrahlte laufen Gefahr auszufressen. In der Tonwertkurve ist sowas sichtbar.
3. Ein bewölkter Himmel bedingt zwangsläufig längere Verschlusszeiten und "kooperative" Insekten. Nutze die frühen Morgenstunden, wenn die Luft oft noch ruhig und die wechselwarmen Tiere noch kalt sind.
4. Achte auf die Schärfezone. In der Makrofotografie ist sie extrem klein, das Objekt muss in sie hinein. Daher ist eine exakte Ausrichtung der Kamera zum Objekt zwingend erforderlich. Ein Falter oder eine Libelle müssen also parallel zur Sensorebene sitzen.
In der Hoffnung dich nicht mit diesen Worten erschlagen zu haben, wünsche ich dir gute Fortschritte und viel Spaß an der Naturfotografie!
Gruß
Jens