Makro-Dokumentation
| Eingestellt: | 2005-06-09 |
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| TS © | |
| Hallo allerseits! Ich möchte mal dokumentieren, wie bei mir ein Makro-Bild entsteht (oder besser entstehen kann). Angeregt wurde ich durch den Makro-Pflanzen-Beitrag im Textforum. Hier ein Beispiel aus dem Tierreich. Die Situation: Ich entdeckte bei starkem Wind (!) einen mir unbekannten, sehr schönen Falter, der versuchte trotz des Windes umherzufliegen. Ich dachte (da mittags) zunächst an ein Blutströpfchen. Der Wind behagte ihm nicht, so dass er sich bald setzte... natürlich an die Ähren eines Grases.... die munter im Wind pendelten! Ich wollte ein Foto von ihm, nicht zuletzt, damit ich später in Büchern nachschauen kann, welche Art es ist. Die Annäherung an den Falter habe ich vorsichtig (langsam) vorgenommen, um ihn nicht zu verscheuchen. Dabei habe ich darauf geachtet, dass kein Schatten von mir auf ihn fällt, da dieser plötzliche Lichtwechsel ihm evtl. das Signal gegeben hätte: 'Feind im Anmarsch'. Um ihn einigermaßen im Wind zu stabilisieren habe ich behutsam den Grashalm oben festgehalten (daher auch die 'Würste' links im Bild, das sind meine Finger). Mit der anderen Hand habe ich mit meiner 'Kompakt-Digi-Knipse' auf den Falter fokussiert und auf Glück munter abgedrückt. Einige Bilder sind dadurch scharf geworden. Dieses ist der erste Versuch (war als Belegaufnahme, zur späteren Bestimmung des Falters in der Literatur gedacht, falls er davon fliegt). Er blieb sitzen. Sch....-Wind hat er sich gedacht. Bei weiteren Aufnahmen ist er zum Glück ebenso scharf und ohne 'Würste' Der 'Apparat' ist eine Nikon Coolpix 990 (alte Kompaktkamera). Die Daten: Auflösung 2048x1536px (3 Mpixel), Brennweite 14,7mm (Makro-Modus), f4.4, Blendenautomatik, Belichtungs-Messung: Mehrfeld, 1/323,4tel Sek, Abstand ca. 3-4 cm (der Falter misst insgesamt ca. 3 cm). Das Bild ist leicht (ca. 10%) beschnitten, um ihn in die Mitte zu bringen und nur verkleinert sowie mit Unscharf-maskieren und Richtungsschärfen in Corel Photopaint realtiv stark geschärft. Würde ich hier nicht dokumentieren, sondern den Falter präsentieren wollen, hätte ich meine Finger komplett und rechts etwas weggeschnitten (evtl. Hochformat), das sehr strenge Rot, dass meine Kamera leider liefert in der Sättigung reduziert, evtl. verbleibende Reste der Ähre rechts weggestempelt und den Hintergrund des Bildes entrauscht (mit NeatImage). Gegen die übertrahlte Ähre hätte ich nichts tun können, ist auf die mangelnde Qualität der Kamera zurückzuführen. Letztlich versuche ich im Makro-Bereich eine vorsichtiges Herantasten an das Objekt sowie bei Wind und 'schwankendem Objekt' eine Stabilisierung durch 'Handeinsatz' und vertraue auf das Glück einer scharfen Abbildung. Gruß, Thorsten PS: Nachdem ich zuhause schier verzweifelte, welches 'Blutströpfchen' ich hier nun gesehen hatte und überhaupt keines so recht passen wollte, habe ich per Zufall entdeckt: Es ist kein Blutströpfchen sondern ein Bär: Der Jakobskraut- oder Blut-Bär (Tyria jacobaeae). Warum können Nachtfalter sich nicht angewöhnen auch wirklich nachts zu fliegen |
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| Größe | 156.5 kB 800 x 603 Pixel. |
| Ansichten: | 20 durch Benutzer299 durch Gäste593 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | blut-baer jakobskraut-baer makro dokumentation tyria jacobaeae |
| Rubrik Wirbellose: | |
Jetzt entdecke ich also ...
Danke, Pascale
Danke
optimale Aufnahme schaffen können, aber auf Grund der Hilfestellung wurde darauf verzichtet. (Selbstverständlich keine Bewertung).
LG aus Mittelhessen
Götz Nowack
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Gruß
Frank