Die Schleiereule
© Andreas Schüring
| Eingestellt: | 2016-02-25 |
|---|---|
| AS © | |
| , die mit der weißen Unterseite |
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| Technik: | DX, 110mm, 1/250 Sek., f/10.0, ISO 800, Manuell belichtet, Blitze |
| Fotografischer Anspruch: | Dokumentarisch ? |
| Größe | 464.4 kB 1000 x 667 Pixel. |
| Platzierungen: |
Beste Tophit-Platzierung: 44 Zu den Tophits
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| Ansichten: | 82 durch Benutzer491 durch Gäste |
| Schlagwörter: | schleiereule |
| Rubrik Vögel: | |
Re: Die Schleiereule
2016-02-26
Steffen Fahl
Ein tolles Foto, was mich aber auch zur Frage anmiert, wie Du die Bestandesentwicklung einschätzt. Ich meine jetzt niocht die allegemeine Abnahme, wegen unzureichender Lebensbedingungen und Brutplätze, sondern jene die mutmaßlich durch den letzten harten Winter (schon etwas her) einschätzt. Bei uns in Ostbrandenburg sieht es jedenfalls mau aus.
VG, Steffen
VG, Steffen
Re: Die Schleiereule
2016-02-28
Andreas Schüring
Guten Abend Steffen,
die Schleiereule zeigt eine Populationsdynamik mit großen Schwankungsbreiten. Zudem zeigt sie eine große Wanderungstendenz in unterbesetzte Gebiete. In Brandenburg sind die Bestände in den Wintern vor ein paar Jahre um 90% abgesunken. Diese natürliche Einflussgröße kann die Eule anscheinend nur noch bedingt kompensieren, was sich bundesweit in einer rückläufigen Population zeigt. Die Schleiereule geht wohl unweigerlich den Weg zurück auf die Rote Liste. Wir hier in Niedersachsen haben 30% des deutschen Bestandes und liegen damit auf Platz 2 nach Westfalen. Ich habe das Glück in einer Schleiereulenhochburg zu leben, wobei man auch hier eine abnehmende Tendenz merkt. Das Reproduktionsrate im vergangenen Jahr war hoch und der letzte Winter sehr günstig, was den Bestand stabilisieren kann. Aber die industrialisierte Landwirtschaft mit bis zu 80% Maisanbau auf den ackerbaulich genutzten Flächen wird langfristig unweigerlich den Bestand auch hier nachhhaltig beeinflussen. Artenschutz ist da keine Gefühlsduselei, sondern zeugt von Nachhaltigkeit im Umgang mit der Ressource Natur, der Grundlage unseres Seins. Doch damit nicht genug, die Natur hat natürlich einen unschätzbaren Wert in sich, aber der scheint auf der politischen Bühne nicht salonfähig. Wie rechtfertigen wir das einmal unseren nachfolgenden Generationen?
beste Grüße
Andreas
die Schleiereule zeigt eine Populationsdynamik mit großen Schwankungsbreiten. Zudem zeigt sie eine große Wanderungstendenz in unterbesetzte Gebiete. In Brandenburg sind die Bestände in den Wintern vor ein paar Jahre um 90% abgesunken. Diese natürliche Einflussgröße kann die Eule anscheinend nur noch bedingt kompensieren, was sich bundesweit in einer rückläufigen Population zeigt. Die Schleiereule geht wohl unweigerlich den Weg zurück auf die Rote Liste. Wir hier in Niedersachsen haben 30% des deutschen Bestandes und liegen damit auf Platz 2 nach Westfalen. Ich habe das Glück in einer Schleiereulenhochburg zu leben, wobei man auch hier eine abnehmende Tendenz merkt. Das Reproduktionsrate im vergangenen Jahr war hoch und der letzte Winter sehr günstig, was den Bestand stabilisieren kann. Aber die industrialisierte Landwirtschaft mit bis zu 80% Maisanbau auf den ackerbaulich genutzten Flächen wird langfristig unweigerlich den Bestand auch hier nachhhaltig beeinflussen. Artenschutz ist da keine Gefühlsduselei, sondern zeugt von Nachhaltigkeit im Umgang mit der Ressource Natur, der Grundlage unseres Seins. Doch damit nicht genug, die Natur hat natürlich einen unschätzbaren Wert in sich, aber der scheint auf der politischen Bühne nicht salonfähig. Wie rechtfertigen wir das einmal unseren nachfolgenden Generationen?
beste Grüße
Andreas