Auf gemeinsamer Reise
© Helmut Bernhardt
| Eingestellt: | 2011-02-09 |
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| HB © | |
| Der Titel ist aufs Erste nicht gleich nachvollziehbar. Wie immer gibt es auch hierzu eine Geschichte. Ganz im Süden der Seychellen gibt es ein riesiges Ringatoll namens Aldabra, das größte im Indischen Ozean. Es hat eine langgestreckte Form und ist an der längsten Stelle ca 35km lang! (ca 14km breit). Besonders bemerkenswert ist der Umstand, dass es nur 5-6 schmale Zuflüsse aus dem offenen Meer in das Innere des Atolls gibt. Daher entwickelt sich während der Gezeitenwechsel eine heftige Strömung in diesen Flutkanälen, die ca 6-8 Knoten schnell wird. Das sind zwischen 11-15 km/h, was unter Wasser verdammt schnell ist und für Taucher sowieso. Bei dieser Strömung ist es völlig sinnlos dagegen ankämpfen zu wollen, sondern man sucht sich am besten eine bequeme Lage und läßt sich einfach treiben. Man muß nur aufpassen Hindernisse rechtzeitig zu entdecken, weil man ihnen sonst nicht einmal mehr ausweichen kann. Und nun endlich komme ich zu meiner Schildkröte - auch sie nutzt diesen bequemen schnellen Weg ins innere des Atolls um an reiche Nahrung zu gelangen. Genauso machen es auch viele große Räuber wie Hai, Rochen, große Barsche usw. Minutenlang trieben wir nebeneinander her, unfähig uns weit voneinander zu trennen weil uns die Strömung zusammen hielt. Also machte ich das Beste aus der Situation und nahm ein paar Erinnerungsbilder mit. Diesen TG wiederholten wir als kleine Gruppe von 6 Leuten mehrmals hintereinander und sie zählen bis heute zu den Höhepunkten in meiner Tauchererfahrung. Obwohl ich während der südlichen Sommermonate dort war, war das strömende Wasser eiskalt und auch in der Lagune, obwohl nur ein paar Meter tief wurde es nicht viel wärmer. Ein Blick auf die Seekarte zeigte, dass der Meeresboden rundherum steil abfällt und das einströmende Wasser aus großer Tiefe kommt. Das bedeutet aber gleichzeitig hohen Nahrungsreichtum und erklärt die hohe Attraktivität dieses Ortes für die vielen Großfische. Selbst Walhaie kann man zur richtigen Jahreszeit in der Umgebung sehen. Das Atoll selbst ist unbewohnt. Es besteht nur eine kleine Forschungsstation, die zusätzlich mit einigen Rangern besetzt ist, die den Schutz des Gebietes gewährleisten sollen. Das gesamte Atoll wurde 1982 auf Betreiben von Jacques Cousteau zum Weltnaturerbe erklärt. Eine kleine Bronzetafel in der Nähe der Forschungsstation erinnert daran. LG Helmut PS: Erst zu spät habe ich gesehen dass die gestrige Schildkröte ziemlich flau aussah. Ich hoffe heute kommt das besser. |
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| Technik: | Nikon F90X in Subal UW-Gehäuse; Subtronic UW-Blitz; Nikkor 35-70; Scan vom Dia |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 391.7 kB 1000 x 686 Pixel. |
| Ansichten: | 219 durch Gäste351 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | echte karettschildkroete eretmochelys imbricata seychellen |
| Rubrik Unter Wasser: | |
| Serie Unterwasser: | |
Re: Auf gemeinsamer Reise
2011-02-10
Ralf Schick
Erstaunlich wie klar und scharf man unter Wasser fotografieren kann. Keine Welt für mich, ich hab's einmal probiert und man war irgendwie unheimlich weit weg von allem Gewohnten... Aber Filme über die Tiefe faszinieren mich seit Jahren - auch unvergessen: Bücher + Filme von Hans Hass.
Interessant ergänzt wird Dein Bild durch die aufschlussreichen Schilderungen der Begebenheiten vor Ort - wieder was dazu gelernt
Interessant ergänzt wird Dein Bild durch die aufschlussreichen Schilderungen der Begebenheiten vor Ort - wieder was dazu gelernt
Gruß
Ralf
Re: Auf gemeinsamer Reise
2011-02-11
Helmut Bernhardt
Hallo Ralf
Vielen Dank für deinen Kommentar. Je weniger Wasser zwischen Objekt und Kamera desto klarer - klingt simpel, ist aber nicht immer einfach zu bewerkstelligen
.
Zu deiner anderen Erfahrung habe ich oft erlebt, dass Leute entweder gar nichts am Tauchen selbst finden oder aber ganz rasch regelrecht von einem Virus befallen sind. Für diese ist dann gerade die große Distanz zu allem Gewohnten der größte Anreiz. Auch für mich war Hans Hass schon in meiner Kindheit ein Begriff und wir haben in den Autümpeln während der Sommerferien seine Abenteuer versucht nachzuspielen. Meist hat es damit geendet dass wir zwar keinen Unterwasser-Ungeheuern begegnet sind (zum Glück
), dafür aber mit kleinen Blutegeln übersät waren.
Vielen Dank für deinen Kommentar. Je weniger Wasser zwischen Objekt und Kamera desto klarer - klingt simpel, ist aber nicht immer einfach zu bewerkstelligen
Zu deiner anderen Erfahrung habe ich oft erlebt, dass Leute entweder gar nichts am Tauchen selbst finden oder aber ganz rasch regelrecht von einem Virus befallen sind. Für diese ist dann gerade die große Distanz zu allem Gewohnten der größte Anreiz. Auch für mich war Hans Hass schon in meiner Kindheit ein Begriff und wir haben in den Autümpeln während der Sommerferien seine Abenteuer versucht nachzuspielen. Meist hat es damit geendet dass wir zwar keinen Unterwasser-Ungeheuern begegnet sind (zum Glück
LG Helmut