|
WIE ORGANISIERT IHR EURE BILDARCHIVE? 📸 Über 50.000 Wildlife-Fotos in Lightroom Classic Ich suche Erfahrungen zu: Doppelten Bildern Welche Software oder Workflows nutzt ihr? Jalil El Harrar |
bei der Erkennung von Arten und der Verschlagwortung denke ich, dass man da noch ein bisschen abwarten sollte. Letztes Jahr war noch nichts auf dem Markt, dass zuverlässig Kaninchen von Hasen unterscheiden konnte, und nicht gelegentlich meine dreifarbige Katze als Kaninchen, Bär, Hase oder Schaf erkannt hätte (eine zusammengerollte Katze als Bär zu erkennen ist recht eigenwillig).
Wenn Du, wie ich, besser ohne Verschlagwortung als mit falscher Verschlagwortung leben kannst, empfehle ich noch zu warten.
Richtige Duplikate zu erkennen ist im Grunde genommen kein Problem mehr. "Ähnliche" Bilder zu finden ist schwieriger. Ich denke, da sind gute Ansätze erkennbar, aber das ist noch nicht so weit (und vermutlich noch länger nicht).
Unscharfe Bilder aussortieren… tja… eher nee. Bei Portraits von Menschen ist das kein großes Problem mehr (da sucht die Software die Augen und guckt wie scharf die sind - und alles Andere ist zweitrangig, was ja praktisch auch stimmt), aber bei Tieren funktioniert das schon nicht mehr (schon die Erkennung von Tieraugen ist noch hoch problematisch), und bei Pflanzen und Landschaften gewinnt oft einfach das Bild mit der größten Tiefenschärfe.
Da tut sich aber 'was. Ob da allerdings etwas herauskommt, was schnell genug ist, wird man abwarten müssen.
Generell verwackelte Bilder zu erkennen ist kein Problem mehr - aber das ist in meinen Augen auch das kleinste Problem.
Was Software betrifft: eine Kombination von Geeqie, Darktable und etwas selbst Geschriebenem.
Ich mache einen großen Bogen um jedes Stück Software, das meine Bilder in eine eigene Bilddatenbank verschieben will. Das ist für mich ein No-Go.
Mein Workflow besteht als lauter guten Vorsätzen. Schwamm drüber,
Gruß, Uwe
vielen Dank für deine ausführliche Einschätzung – sehr aufschlussreich! Der Punkt mit der Arterkennung überzeugt mich, da hast du recht: falsche Verschlagwortung ist schlimmer als keine. Ich warte also noch ab.
Dein Hinweis zur Unschärfeerkennung bei Tieren ist besonders interessant – genau das ist ja bei Wildlife-Fotografie der entscheidende Punkt, und wenn die Software Tieraugen noch nicht zuverlässig findet, bringt das Ganze wenig.
Ich muss übrigens gestehen: aus Frustration habe ich gestern alle meine Bilder in einen einzigen Ordner geworfen und beschlossen, alles manuell zu machen. Dabei habe ich auch gleich festgestellt, dass ich mich bei der Anzahl etwas verschätzt hatte – es sind keine 50.000 Bilder, sondern 150.000. Nun ja. Immerhin habe ich schon 3.000 sortiert und 6.000 gelöscht – also nur noch 141.000 zu gehen. Mit etwas Glück bin ich fertig, bevor die nächste Regenzeit in Costa Rica beginnt.
Viele Grüße,
Jalil