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https://naturfotografen-forum.de/data/p/439/2195865/fast-thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/439/2195865/image.jpg
Eingestellt:
GG ©
Wie schon bei meinem letzten Bild angedeutet, konnte ich einzelne Vögel bereits in der Nacht, während ich im Tarnzelt auf die Birkhühner gewartet habe, akustisch am Himmel über mir wahrnehmen. Zu diesem Zeitpunkt war mir klar, das ich an diesem Tag auch noch auf den äußerst spärlich bewachsenen Grat im Gipfelbereich aufsteigen werden, der manchmal von den Mornellregenpfeifern als Rastplatz genutzt wird.
Gerade an diesem Tag ließen sich die Birkhühner aber ordentlich Zeit und ich bin erst gegen 09:30 Uhr bei strahlendem Wetter aus dem Tarnzelt gekrochen. Beim weiteren Aufstieg suchte ich noch geeignete Habitate nach Alpenschneehühner ab und so dauerte es noch eine ganze Weile, bis ich im Gipfelbereich angekommen bin. Noch bevor ich mich richtig umsehen konnte, sah ich auch schon eine schnelle Bewegung und hörte einen kurzen Ruf, bevor der Vogel aufflog und etwa einhundert Meter weiter in einem ebenso spärlich bewachsenen Bereich wiederum landete. Ich habe ihn wohl aufgeschreckt, denn ruhend sind die Vögel in dieser Region derart gut getarnt, das ich ihn einfach nicht gesehen habe. In der Zwischenzeit sind auch viele Wolken aufgezogen und für den restlichen Tagesverlauf waren starke Niederschläge und auch Gewitter vorhergesagt.
Diese Chance, einen Mornellregenpfeifer während des Frühjahrszuges zu fotografieren, wollte ich mir jedoch keinesfalls entgehen lassen und durch die Wolken waren auch die Lichtverhältnisse wieder günstig. Durch meine Erfahrungen im letzten Herbst hatte ich nun auch deutlich weniger Probleme, auf geeignete Distanz heran zu kommen und so nutzte ich diese unverhoffte Gelegenheit, bis schließlich mächtige Gewitterwolken in den Himmel türmten.

Jetzt mußte es schnell gehen, ich packte mein ganzes Zeug und machte mich "schnellen Schrittes" auf den Abstieg ... oder um es realistisch zu beschreiben, ich rannte mit meinem 25kg Rucksack praktisch von der Alm talabwärts. In diesem ausgesetzten Bereich wollte ich keinesfalls von einem Gewitter erwischt werden. Weiter unten, in einem geschützten Bereich musste ich das (für diese Jahreszeit doch recht ordentliche) Gewitter schließlich aussitzen. Während dieser Zeit ließ ich den Tag Revue passieren und obwohl es nass und kalt war, fühlte ich in diesem Moment eine tiefe, innerliche Zufriedenheit und Lebendigkeit, wie schon lange nicht mehr! Dabei musste ich über mich selbst schmunzeln, denn "wie verrückt muss man eigentlich sein" ...; (P.S. das ist eine rein rhetorische Frage ...)

Technik:
NIKON, 400mm
1/2500s, F/4.5, ISO 400, 400mm
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Größe 624.3 kB 1600 x 1067 Pixel.
Platzierungen:
Beste Tophit-Platzierung: 2 Zu den Tophits
Teilnehmer Vogelbild des Monats April 2026
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Rubrik
Vögel:
Serie
Faszinierende Tierwelt der Berge: