Tag der offenen Himmelstür
| Eingestellt: | 2022-09-03 |
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| Aufgenommen: | 2022-09-03 |
| AW © | |
| Ich versprach meiner Frau mit ihr zum "Tag der offenen Tür" einer Staudengärtnerei mitzukommen. Schnell noch die Kamera mit dem vollmechanischem China-Makro geschnappt, um evtl. an ein paar Blüten zu experimentieren. Schon auf dem Parkplatz flogen mir zwei, drei Weidenjungfer Tandems entgegen. Je weiter wir in das Geläde der Gärtnerei vordringen, desto mehr wurden es. Bis ich zu einem Bewässerungsbecken komme, an dem es vor Libellen nur so wimmelt. Und ja! Es ist ein Bioland Betrieb, ansonsten wäre das wohl nicht so lebensfroh an diesem Gewässer. Am Rand steht eine Eberesche. Was ich dort sah, war umwerfend. Zig Paare der Weidenjungfer bei der Eiablage und lauter Libellen über dem Wasser. Blaugrüne Mosiakjungfern, verschiedene Heidis, und einiges mehr. In dieser Verzückung fing eine Harfistin, die eigens für den "Tag der offenen Tür" bestellt war, zu spielen an. Dann legte sich ein Schleier über die Sonne (es nahte eine Gewitterfront sie 30 Minuten später hereinbrach). Surreal - wie im Libellenhimmel... An dem etwas fingerdicken Ästchen, kann man gut die unzähligen Einstiche und wulstigen Verwachsungen der Rinde sehen, für die die Weidenjungfern verantworlich sind. Diese Sog. Eilogen enthalten 1-2 Eier, die das Weibchen unter der Rinde platziert. Dort überwintern die Eier und überstehen auch Temperaturen unter -30°C! Mit dem Austreiben der Gehölze (Ende März/Anfang April) beginnt der Schlupf aus dem Ei. Die Prolarve zwängt sich aus dem Ei durch die Rinde und lässt sich fallen. Fällt sie auf die Wasseroberfläche, so bleibt sie zunächst liegen, da die Prolarve unbenetzbar ist. Kurz danach schlüpft aus der Prolarve die benetzbare Larve, die dann ihr Leben im Wasser beginnt. Fällt die Prolarve auf Land, versuchst sie mit schnellen Sprüngen ins Wasser zu gelangen. Danach erfolgt die Entwicklung wie oben beschrieben. Faszinierend - finde ich... |
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| Technik: | Olympus OM-D E-M1 MarkII / 7Artesians 60mm 1:2,8 Macro 1/160s / Blende 4,0 / ISO 100 |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 1.2 mB 1500 x 1000 Pixel. |
| Platzierungen: |
Beste Tophit-Platzierung: 34 Zu den Tophits
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| Ansichten: | 35 durch Benutzer165 durch Gäste |
| Schlagwörter: | weidenjungfer |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: Tag der offenen Himmelstür
dein Bild begeistert mit einer tollen Szene und herrlichen Farben.
Und auch was die Bild-Qualität betrifft, scheint dein neues Werkzeug eine gute Wahl zu sein.
Viele Grüße
Martin
Re: Tag der offenen Himmelstür
eine schöne Beschreibung und ein gelungenes Bild der Eiablage.
Das habe ich so noch nie gesehen,danke für Bild und Text.
Ich behalte dennoch mein 60er Makro .
Gruss
Otto
Re: Tag der offenen Himmelstür
das ist ein erstklassiges Objektiv und ich bereue es verkauft zu haben. Ich habe den Eindruck, dass die maximal mögliche Schärfe mit dem Zuiko besser ist. Obwohl ich aber von Haus aus ein rational denkender Mensch bin, habe ich bei diesem Objektiv (7Artisans) das Gefühl, das es für mich ein schönes Werkzeug ist. Vielleicht kann man es mit einem Messer vergleichen. Mancher besitzt ein sehr gutes ganz scharfes Messer. Irgendwann vielleicht hält man ein besnders schönes Messer in Händen. Vielleicht weil es gut in der Hand liegt, oder weil es handwerklich besonders gut gemacht ist. Und weil es subjektiv so gut gefällt, nimmt man es öfter zur Hand und schnitzt damit. Und am Ende kommen auf diese Weise schöne Dinge zustande. Bei dem Objektiv (7Artisans) ist es für mich die Haptik des Objektivs, das Bokeh und vor allem auch die Herausforderung, damit trotz der Einschränkungen gute Ergebnisse zu erzielen. Ich würde das Objektiv nicht unbedingt empfehlen, denn was bei mir funktioniert, muss noch lange nicht bei anderen genauso laufen. Der eine oder andere könnte bald frustriert sein. Man darf ncht vergessen: Ich habe in ungefähr einer Stunde ca. 300 Bilder gemacht, von denen ich 5 behalten habe und nur eines forumstauglich war. Der Ausschuss ist hier viel größer, als bei einem Objektiv mit Autofokus, wenn man so wie ich bei über 20°C ohne Stativ arbeitet.
Vielen Dank für Deinen Kommentar und viele Grüße: Andreas
Re: Tag der offenen Himmelstür
deine Aufnahme gefällt mir ausgezeichnet, und deine superdetaillierte Beschreibung dazu habe ich mit grossem Interesse gelesen! Unglaublich, wie die Rinde durch die Eiablage dieser kleinen Libellen in Mitleidenschaft
gezogen wird. Es ist ja doch eine Art Schädigung der Rinde.
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Nachmittag zwischen so vielen Libellen für dich ein Highlight gewesen ist...Dein Bild und die Erklärung sind aussergewöhnlich und die maximale Punktzahl wert.****
LG,
Marion
Re: Tag der offenen Himmelstür
Selbst meine Frau, die dort eher wegen der Pflanzen war, war begeistert.
Vielen Dank und viele Grüße: Andreas
Re: Tag der offenen Himmelstür
Hochinteressant 👍
L.G Stefan