Zwergdommel - Ixobrychus minutus ND
| Eingestellt: | 2005-08-17 |
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| TS © | |
| Ein Zwergdommel-Weibchen, das einen Ortswechsel zwischen zwei Schilfbeständen vornimmt. Fotografiert von einem Beobachtungsturm (daher die Perspektive) bei Sonne im Hansag/Ungarn. Nikon E5700 mit 1,5x Televorsatz (entspricht 420mm Kleinbild). Bearbeitung: Beschnitt und Farbkorrekturen sowie punktuelles Wegstempeln von kleinsten 'Dreck' auf der Wasserfläche. Entrauschungsversuche haben bei mir immer nur Misserfolge produziert, die auch die Oberflächenstruktur des Wassers erheblich beeinträchtigten, habe es daher letzlich unterlassen. Vielleicht ist es aber durch erfahreneren Einsatz von EBV zu beseitigen?! Zwergdommeln sind in Deutschland selten, in Ungarn nicht. Sie halten sich allerdings die weit überwiegende Zeit in dichten Röhrichtbeständen versteckt auf und sind bestenfalls zu erahnen oder zu hören. Einen Blick auf diesen kleinsten europäischen Reiher (etwa Brieftaubengröße) erhält man fast nur, wenn sie sich zu einem Ortswechsel entschließen, wie dieses Exemplar. Zwergdommeln sind Zugvögel und Langstreckenzieher, die südlich der Sahara in Afrika überwintern und im September aus den Brutgebieten überwiegend verschwunden sind. Wie die (nur wenig) häufigere Rohrdommel verharren sie bei Gefahr in 'Pfahlstellung', indem sie sich senkrecht strecken und den Schnabel gen Himmel richten. Aufgrund ihrer Färbung und Zeichnung 'verschwimmen' sie dann für den flüchtigen Beobachter mit dem Schilf-Hintergrund. Mit ein wenig Glück konnte ich eine dieser 'Schrecksekunden' des plötzlichen offenen Auftauchens einer Zwergdommel fotografisch festhalten, bevor sie wieder im Röhricht verschwand. Ich habe längere Zeit mit Schnitt und Präsentation herumexperiemtiert und bin letztlich zu diesem mir am besten gefallenden Ergebnis gekommen. Die 'eintönige' Wasserfläche habe ich dabei als 'ruhigen Bildhintergrund' und 'Stilelement' sehr ausgedehnt verwendet, nicht zuletzt, da die Aufnahme eine größere Wiedergabe der Dommel m.E. nicht zuließ. Im Bildschnitt habe ich sie so platziert, dass sie scheinbar aus der unteren linken Ecke genau die obere rechte ansteuert. Zusätzlich sollte natürlich Schatten und Spiegelbild zur Geltung kommen. Die Haltung mit den ausgestreckten Flügeln finde ich (ist natürlich Zufall) schon sehr gut! Letztlich ist es aber für mich so, dass ich dieses Bild, wäre ein Graureiher zu sehen, nicht gebracht hätte. Ich persönlich finde, dass die Zwergdommel (als seltenes, schwieriges Motiv) dem Bild eine 'besondere Note' verleiht. Wie seht Ihr das Bild? Bitte ausdrücklich um offene Meinungen und Bewertungen! Danke, Thorsten |
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| Größe | 112.8 kB 1000 x 741 Pixel. |
| Ansichten: | 18 durch Benutzer361 durch Gäste749 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | ixobrychus minutus zwergdommel |
| Rubrik Vögel: | |
Ich fühle mich auf der Gefühlsebene
Nebenbei möchte ich mehr über den Lebensraum erfahren, als das freigestellte Tier vor unscharfem Hintergrund sehen.
Dankeschön!
Gruss Thomas
Ich danke auch...
@Franz: Ich nehme es als Kompliment einen derart langjährig erfahrenen Naturfotografen mit einem meiner Bilder 'schocken' zu können
Das Bild
Dieses Bild zeigt ein Tier in seinem natürlichen Lebensraum und das ist doch auch sehr interessant! 5*
lg
Mareike
Danke Maik....
Gruß, Thorsten
Ich fang mal an.
Beim ersten Betrachten, noch ohne den Kontext zu kennen, dachte ich: "mutiger Schnitt". Ich hielt es vollkommen für möglich, daß das ganz so beabsichtigt war, denn in dem Bild hat der Vogel viel mehr Platz zum Fliegen als wenn er formatfüllend abgebildet wäre. Die Stimmung ist eine ganz andere, und diese Weite des Raums nach vorne im Verhältnis zum knappen Abstand über der Wasseroberfläche hat man sonst nicht. Man sieht so, daß er noch so einige Flügelschläge weiter über das Wasser fliegen wird.
Auch die Perspektive ist in Ordnung und hätte durchaus auch so geplant sein können. Denn wie sonst soll man die schöne Zeichnung auf den Flügeln sehen?
Das Rauschen im Wasser ist natürlich schade, stört aber nicht wirklich sehr.
Zum Bewerten: ich habe das Bild deutlich länger betrachtet als so manches andere, und zwar durchaus mit Genuß. Es ist sicherlich ein schwieriger Fall, und ohne die Informationen aus der Beschreibung hätte ich wahrscheinlich zwischen 3 und 4 geschwankt. Ich möchte aber ein Mut-Plus und ein Stimmungs-Plus und ein Tierart-Plus und vor allem ein Beschreibungs-Plus drauflegen und traue mich deshalb 5* zu geben, auch wenn "keine Mängel" nicht wirklich stimmt.
Maik