|
Die sonst (zu Recht) so hochgelobte Canon R5 hat offenbar eine weitverbreitete Macke. Das Internet ist voll von Berichten über den Funktionsfehler Err20, ebenso häufig werden Tipps für den Umgang mit der lästigen Fehlfunktion gegeben. Meistens soll der Verschluss verantwortlich sein, dann wird eine Reparatur, die bis zu 400 Euro kosten kann, fällig. Es wird sogar von Fällen berichtet, in denen der Austausch der Verschlusseinheit vorgenommen wurde, die Fehlermeldung aber blieb. Es können also auch andere Fehlerquellen verantwortlich sein. Leider hat Canon es versäumt, zwischen verschiedenen Fehlerursachen zu differenzieren. Stattdessen wird generell der Error 20 angezeigt. Mit der Fehlermeldung wird der Benutzer aufgefordert, die Kamera aus- und wieder einzuschalten, alternativ den Akku zu entnehmen und wieder einzusetzen. Bei meiner R5 trat die Fehlermeldung erstmals vor ca. 2 Jahren auf, zunächst selten. Zuletzt erschien sie sehr häufig, fast bei jedem zweiten Einschalten der Kamera. Mit dem Aus- und erneuten Einschalten wurde die R5 jedoch immer wieder funktionsfähig. Nach langer Internetrecherche und dem erfolglosen Ausprobieren mehrerer Tipps stieß ich auf einen Hinweis, den ich bisher noch nicht gelesen hatte. Ein Besitzer entnahm die Batterie (LP-E...) und ließ die Kamera 2-3 Tage unbenutzt liegen, der Hauptschalter stand jedoch auf "On". Diese einfache Methode probierte ich auch aus, seitdem ist der Fehler weg und auch nach häufigem Einsatz der Kamera nicht wieder aufgetreten. Es wird vermutet, dass die Pufferbatterie noch einen Reststrom speichert, der beim Einschalten die Fehlermeldung auslöst. In der Stellung "On" (ohne Akku LP-E6) wird die Restenergie jedoch abgebaut. Vielleicht können einige Forumsmitglieder hier von ihren erfolgreichen Maßnahmen berichten, damit der teure und manchmal unnötige Austausch des Verschlusses vermieden wird. Beste Grüße |
vielen Dank für die Informationen. Ich hatte den Fehler bei mir auch schon sporadisch, nach Ein/Ausschalten funktionierte es wieder.
Ich denke Deine beschriebene Lösungsmöglichkeit könnte einigen Nutzern helfen.
Viele Grüße
Wolfram
Nach zweimaligen Einschicken inclusive Tausch des Verschlusses verfiel sie ein weiteres mal in den gleichen Code.
Jetzt hatte ich aber das Problem, das die Gewährleistung von Canon abgelaufen war, und ich sie nach Hamburg zu
Exos Rework schickte, die sozusagen einen Pauschalpreis für die Reparatur für 150.-€ anbot, und nicht in eine wesentlich teurere Canon-Werksratt.
Da waren damals die Technikerlöhne schon die Stunde so hoch.
Nach dem ersten mal funktionierte die Cam. ca. drei Monate.
Danach das gleiche Problem, gleicher Code.
Wieder für teuer Geld verschicken,
4 Wochen warten, kurze Funktionalität, und danach nochmal das gleiche Problem.
Irgendwann hatte ich die Faxen dicke, und ich hab mir die Nachfolgerin 80 D gekauft.
Mit noch keiner Canon hatte ich so viele Probleme gehabt wie mit der 70 D😆☹️
Offenbar gibt es Canon-Servicetechniker, die kurz die Software anschmeißen, die letzte Fehlermeldung nehmen, die Ursache beheben, und das Gerät zurückschicken.
Das reicht auch meistens, nur eben dann nicht, wenn, zum Beispiel, der letzte der letzten 20 Fehler mit dem Verschluss, und die anderen 19 zum Beispiel mit Kontakten zu tun haben.
Klar. Verschlussmechanik, Motor, Stabi, Kabel, Dreck auf Kontakten, …
Canon legt in der Kamera deutlich spezifischere Fehlercodes ab, die man mit der entsprechenden Software auslesen kann. Also mit der Canon-internen Service-Software, oder auch mit der von https://www.spt.info/ (vielleicht hat die jemand in Deinem Bekanntenkreis?).
Gruß, Uwe