Es war mal wieder so weit, das Forum ist auf eine neue Hardware umgezogen.

Das sollte eigentlich am letzten Sonntag innerhalb von 45 Minuten erledigt gewesen sein - wobei ich dann im Hintergrund noch einiges zu tun gehabt hätte, aber das hätte im laufenden Betrieb geschehen können. 45 Minuten hat es jedenfalls beim Testlauf am Abend vorher gedauert.

Nun, dank einigen Helden, die bei einer Linux-Distribution für die PostgresQL-Datenbank zuständig sind, hat das nicht ganz so geklappt, wie geplant, denn an dem Samstag wurde dann mal eine kleine Änderung gemacht, die nicht ganz so gut durchdacht war, und ich hatte am Sonntag das Vergnügen, den neuen Fehler mit als erster testen zu dürfen.
Ich durfte das Update dann von Hand noch mal von vorne und richtig machen.

Damit wurden dann am 6.1. aus 45 Minuten 5 Stunden.

Shit happens.

Dazu gab es dann noch die üblichen lustigen Probleme mit Email. *Immer*, wenn ich den Server wechsele, stelle ich fest, dass irgendein großer Internetprovider die neue IP-Adresse des Servers schon in einer Filterliste hat. Unerfreulicherweise waren es diesmal zwei, aber beide haben binnen 24 Stunden reagiert und den Server aus der Filterliste genommen (es wäre schön, wenn Microsofts Email-Dienste sich dem mal anschlössen, aber da habe ich die Hoffnung aufgegeben).

Gestern waren dann die letzten Arbeiten, incl. eines Neustarts, um zu sehen, ob denn alle Prozesse sauber starten (das wird an dem Tag nützlich werden, an dem jemand Anderes die Maschine mal neu starten muß, oder sie sich spontan resettet, oder so - also wenn etwas massiv schief geht). Das hat erstaunlicherweise sofort fast richtig funktioniert - das kenne ich anders ("fast" bezieht sich auf das Webmail-Zeug für die Admins).

Na ja, vielleicht sollte ich das anders schreiben :-) "für gestern waren die letzten Arbeiten geplant". Leider ist diese Nacht das Backup nicht durchgelaufen. Ich hab' ja sonst nichts zu tun :-/

Also war der Umzug eigentlich recht entspannt. Von Kleinigkeiten abgesehen. Wie immer.

Was er gebracht hat?

1. jüngere Hardware. Die Wahrscheinlichkeit, dass mal etwas ausfällt, ist nun deutlich geringer.

2. doppelt so viel Ram. Das nutze ich noch nicht wirklich.

3. keine Festplatten mehr, dafür größere SSDs. Ich kann jetzt auch die Datenbank-Dumps für das Backup auf die SSD machen. Der direkte Nutzen ist überschaubar, aber es spart mir Wartezeiten :-)

4. mehr CPU-Power (doppelt so viele Kerne, wenn die auch etwas langsamer sind als die Alten). Das sollte ein wenig Reserve schaffen für die Zeiten, in denen der Server stärker belastet ist.
Von den CPU/Speicher-Benchmarks her ist die Kiste, wenn alle Kerne genutzt werden, rund 50% stärker als vorher, und bei Aufgaben, die nur auf einer CPU laufen, um 22% langsamer.


Nur so für den Fall, dass jemand denkt, dass Benchmarks einfach sind: Das ist nicht so.

Beispielsweise ist der Median der CPU-Laufzeit für die Ausgabe der Startseite von 84 Millisekunden auf 62 gefallen - der Median der CPU-Laufzeit für die Ausgabe der Bilderseiten ist dagegen praktisch gleich geblieben. Warum das so ist? Keine Ahnung. Ist es wichtig? Jetzt nicht, vielleicht wird es das irgendwann, wer weiß?


Wie auch immer, was ich eigentlich sagen wollte: "Arbeiten abgeschlossen, die Zeit von Ausfällen und Neustarts sollte erst mal vorbei sein."

Gruß, Uwe