Die Weihnachtsgeschichte...
© Stefanie Pappon
Die Weihnachtsgeschichte...
* ** *** **** Vollbild
©...
https://naturfotografen-forum.de/data/o/158/791341/thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/158/791341/image.jpg
...von meiner »Weltenesche«.

Mit diesem Bild verbindet sich ein Stück meiner Kindheit.
1967 wurde gegenüber meinem Elternhaus ein kleiner Park angelegt.
Ich war zu diesem Zeitpunkt sieben Jahre alt.
Man pflanzte auch zwei etwa drei Meter hohe Sequoias, Mammutbäume, deren Heimat die Westküste Amerikas ist. Sie gehören zu den Bäumen, die die Dinosaurier schon gesehen haben.
Sie können über 110 m hoch wachsen und einen Stammdurchmesser von über sieben Metern erreichen. Damit gehören sie zu den Wolkenkratzern der Baumwelt.
Ein Alter von 600 Jahren ist keine Seltenheit.
Das höchste lebende Exemplar mit einer Stammlänge von 115,60 Metern ist der „Hyperion“ im Redwood-Nationalpark im Nordwesten Kaliforniens, womit er der höchste bekannte Baum der Welt ist.

Im Laufe der Zeit wuchsen die beiden Mammutbäume mit mir. Ich spielte unter ihnen, verbrachte manchen schwülen Sommernachmittag in ihrem Schatten und malte mir Abenteuer in meinen Fantasiewelten aus.
Um 1985 herum kam man auf die Idee die beiden mittlerweile sieben Meter hohen Bäume in der Adventszeit als Weihnachtsbäume »einzukleiden«.
Mit Hilfe eines Bürgervereins wurden Spenden gesammelt, Lichterketten gekauft und die Feuerwehr bezahlt, die jedes Jahr anrückte, ihre Leitern ausfuhr und die Lichterketten anbrachte.
Alle drei Jahre wurden neue Lichterketten gekauft, weil die Bäume weiter wuchsen. Das Lichtspektakel der riesigen Weihnachtsbäume waren noch in vier Kilometer Entfernung zu sehen.
1995 waren die beiden Sequoias bereits so hoch, dass die Leitern der Feuerwehr kaum mehr die Spitze erreichten. Die Kosten für die Beleuchtung waren so hoch, das man beschloss, nur noch die untere Hälfte eines Baumes zu illuminieren.
2007 waren die Mammutbäume um die 15 Meter hoch. Es war das letzte Jahr, in dem man die Kosten für die Beleuchtung aufbringen konnte. Aus diesem Jahr stammt die obige Aufnahme. Meine Absicht war, ein Erinnerungsbild von meiner erleuchteten »Welten-Esche« zu schießen. Da nur noch der untere Teil des Baumes beleuchtet war, sah das etwas seltsam aus. Ich kroch unter den Baum, wie ich es immer als Kind getan hatte, um mal ein ganz anderes Bild eines Weihnachtsbaums zu machen.
Die beiden Sequioas sind weitergewachsen und erfreuen sich bester Gesundheit.
Nach meiner Schätzung sind sie mittlerweile über 20 Meter hoch. Im Gegensatz zu den 22 Jahren vorher macht sie in den Nächten der meist schneelosen Pfalz-Winter ihr unbeleuchtetes, dunkles Nadelkleid fast unsichtbar. Im Sommer aber spielen immer noch Kinder in ihrem Schatten und träumen in ihren Welten.
Autor: ©
Eingestellt:
Natur: Beeinflußte Natur ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 393.1 kB, 1000 x 667 Pixel.
Technik:
f16, 11 Minuten, 18 mm, 100 ISO

Mitverantwortlich sind neben der hohen Blende und der niedrigen ISO
für die Belichtungszeit:
Unter so einem Sequoia ist es bei Nacht stockdunkel.
Auch im Park selbst gibt es nachts kein Licht.

Hatte ich ein Glück, dass es bei dieser langen Belichtungszeit absolut windstill war.
Es herrschte Nebel bei minus sieben Grad.
Ansichten: 24 durch Benutzer, 153 durch Gäste
Rubrik
Adventskalender:
←→
Hier war ein gelöschtes oder deaktiviertes, oder für Sie unlesbares Objekt.