Sechsfeckwidderchen (Zygaena filipendulae)
© Karlheinz Benz
Sechsfeckwidderchen (Zygaena filipendulae)
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Aufgenommen während der Widder-Party im Revier von Pascale Teufel.

Zugegeben, wenn mich vor 6 Wochen jemand gefragt hätte was ein Widderchen ist, ich hätte die Frage nicht beantworten können. Vor 3 - 4 Wochen sah ich dann hier im Forum die ersten Widderchenbilder. Ich war von diesen Faltern sehr angetan und wie gerne wäre ich so einem Schmetterling mal begegnet.

Als meine Frau und ich am letzten Sonntag Pascale zum ersten mal besuchten sahen wir bei einem Spaziergang unzählige von diesen Spezies. Was ich bei diesem Spaziergang alles gesehen hatte hat mich sehr emotional berührt. Innerhalb von knapp 2 Stunden konnte ich mehr verschiedene Schmetterlinge, Schrecken, und Blumen entdecken als im letzten Jahr zusammen. Wie stark wurde mir hier vor Augen geführt was eine Naturbelassene Wiese ist wie sie in meiner Region nicht mehr vorkommt. Es war sehr schön.
Zu Hause fasste ich dann den Entschluss die 120 km 2 Tage später nochmals zu fahren.

Als mich Pascale einen Abend zuvor anrief und ich ihr erzähle, dass ich am nächsten Morgen auf dieser Wiese fotografieren wollte war das Duo perfekt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Pascale und ihrem Mann Jürgen für ihre Gastfreundschaft bedanken. Meine Frau und ich haben und dort sehr wohl gefühlt.

Wissenswertes: Falter mit 6 roten Flecken, Fühlerspitzen schwarz. Die Raupe wird bis zu 22 mm lang, gelb, in jedem Segment oben mit 2 schwarzen Fleckenpaaren, das vordere schmal, das hintere annähernd rechteckig.
Die Raupen entwickeln sich bei uns meist am Gemeinen Hornklee.
Anders als die meisten übrigen Widderchen ist ihr Vorkommen in recht unterschiedlichen Lebensräumen, ebenso auf Trockenrasen wie an Ruderalstellen, in Kiesgruben, auf Mähwiesen, Feuchtwiesen und auch auf alpinen Grasfluren in bis zu 2500 m Höhe. Aufgrund der hohen Anpassungsfähigkeit fast überall die häufigste Art der Gattung.
Das Weibchen legt die Eicher in kleinen Haufen an Blättern ab, wählt aber zur Eiablage nicht selten auch Pflanzen aus, die von den Raupen nicht als Nahrung angenommen werden. Die Verpuppung erfolgt wie bei den meisten Zygaena-Arten in einem spindelförmigen, pergamentartigen Kokon. Dieser besitzt Längsfurchen und ist meist auffallend zweifarbig, in der oberen Hälfte gelblich, in der unteren weißlich. Vor dem Schlupf schiebt sich die glänzend schwarze Puppe am oberen Ende aus dem Kokon hervor und häutet sich dann zum Falter. Schwer zu deuten ist die ausgesprochen lange Flugzeit dieser Art. Die Hauptflugzeit liegt zwischen Ende Juli und Mitte August. Man kann aber auch schon im Mai einzelne Falter antreffen, ebenso wie im September oft noch frische Exemplare zu finden sind.
Es wäre denkbar, dass es sich bei Letzteren bereits um Nachkommen der Mai-Tiere handelt. Ebenso könnte es sich aber auch um 2 - 3 mehr oder weniger genetisch voneinander isolierte Stämme handeln, die zu verschiedenen Zeiten erscheinen.
Autor: ©
Eingestellt:
Natur: Naturdokument ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 240.2 kB, 1000 x 669 Pixel.
Technik:
D200, Sigma 2.8 150 mm, f 5,6 1/60 sec., ISO 400, SVA, Winkelsucher, Stativ, Kabel.
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