Alles im Fluss
© Daniel Mathias
Alles im Fluss
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Ich liebe Nachtfotografie. Wann, wenn nicht unter einem rabenschwarzen Himmel mit all seinen funkelnden Planeten, Sternschnuppen und Galaxien wird die eigene Endlichkeit, Unbedeutsamkeit so unmittelbar spürbar?
Mich fasziniert das kurze Zeitfenster, in dem unser Erdtrabant am Horizont verschwindet und sein letztes, weiches Licht die Landschaft beleuchtet, als sei es die untergehende Sonne. Diese wenigen Tage des Monats, wenn sich Mond und Finsternis ganz ausgewogen die Klinke geben.

Einen Tag nachdem diese Aufnahme entstand, wurden wir Zeuge eines wahrlich pseudoapokalyptischen Spektakels. Wir zelteten allein in den kirgisischen Bergen nahe des Songkul-Sees. Dann ein helles Licht, dass so hell wie schnell in den Himmel stieg, am Horizont entlangsauste und hinter den Wolken verschwand. Wir vermuteten einen Kometen, so imposant war sein Schweif, aber das hätte bedeutet, dass die Menschheit nur knapp einer Katastrophe entgehen würde. Das hätten die Amerikaner sicher ohnehin verhindert! Ich war so verblüfft, dass ich kein Foto machte. Erst später erfuhr ich, worum es sich bei diesem außergewöhnlichen Schauspiel handelte (unbedingt Sekunde 0:32 abwarten, wenn das Objekt "in der Atmosphäre verglüht" ;-) ): Den Start einer bemannten Rakete zur ISS vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur. Wir waren - wie der Handyfilmer - schlappe 1.100 Kilometer von der Rakete entfernt, die sich schon in 300 Kilometer Höhe befand und den Erdorbit verließ.
Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2017-07-27
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 142.0 kB, 800 x 800 Pixel.
Technik:
Nikon D810, Tamron 15-30
600 Sekunden, F/5, ISO 500
Stativ, Nanotracker, Cokin P830
Ansichten: 149 durch Benutzer, 193 durch Gäste
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