Diese Woche mußte ich aus gesundheitlichen Gründen mal massiv zurückschalten, aber auch das muß eben manchmal sein. Heute daher wieder etwas aus dem Archiv, um meine Serie der Steinböcke zu ergänzen ... aber keine Sorge, es folgen sicher wieder bald aktuelle Aufnahmen.

An diesen Tag erinnere ich mich noch gut. Es war ein herrlicher, sonniger Tag am Wochenende und auf den Bergen war extrem viel los. Wanderer, Bergsteiger und einige Sportler. Ich hielt mich bereits stundenlang im weitläufigen Umfeld einer größeren Gruppe von Steinböcken auf, als plötzlich Panik unter den Tiere ausbrach und alle Tiere hunderte Meter tiefer in den Bergwald flüchteten. Die Ursache war schnell gefunden: ein Paragleiter schwebte recht nahe über die Kuppe und sorgte so für diese panische Flucht. Danach war weit und breit war kein Tier mehr zu sehen und da es noch recht früh am Nachmittag war, machte ich mich frustriert auf den Rückweg, um an anderer Stelle, deutlich weiter entfernt neuerlich aufzusteigen. Es bestand ja noch die realistische Chance, das später am Tag Gänsegeier oder Steinadler die Hänge abfliegen, was zu dieser Jahreszeit fast bei jedem Besuch beobachtet wurde. Stunden später stand ich neuerlich knapp unterhalb eines Gipfels, doch die erwarteten Sichtungen blieben aus. So wollte ich einfach noch den schönen Tag am Berg ausklingen lassen und den Sonnenuntergang genießen. Zu später Stunde sah ich dann doch noch einzelne Böcke in großer Entfernung und meine Fantasie erzeugte das Bild eines Steinbocks, der einem schlafenden Riesen auf der Nase herumspaziert. Der Frust war längst verflogen und diese Begegnung lies mich trotz der Vorfälle erschöpft aber zufrieden den langen Rückweg antreten.